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Herzenslust 2026

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Ausgabe 26/27

Der Mensch im Mittelpunkt

© Catrin Roerig

Schlaf in den Wechseljahren

Mareike Adomat Schlafcoach und Wechseljahreberaterin

Wie Sie trotzdem erholsam schlafen

Silberglanz trifft Smartphone: Warum Granfluencer mehr als nur ein TikTok-Trend sind

Schutzgebühr 3,70 €

Fire & Ice

Reflux: Wenn der Magen Feuer spuckt


Editorial

Ein Hoch auf guten, erholsamen Schlaf!

Weil erholsamer Schlaf in jedem Alter zählt. Mit den Jahren verändern sich die Ansprüche an Komfort und Wohlbefinden – besonders, wenn es um erholsamen Schlaf geht. Deshalb ist das Schlafzimmer heute mehr denn je ein Ort der Ruhe, an dem Sie neue Kraft schöpfen und sich rundum geborgen fühlen dürfen. Wir wissen, wie wichtig gesunder Schlaf für Lebensqualität und Gesundheit ist – gerade im besten Alter. In unserer Ausstellung finden Sie moderne Bettsysteme mit vielfältigen Funktionen für einen noch komfortableren Alltag. Höchste Zeit also, einen genauen Blick auf das Schlafzimmer der Zukunft zu werfen.

Wir präsentieren Ihnen eine vielfältige Auswahl an Betten, die mit durchdachter Funktionalität und höchstem Komfort überzeugen – perfekt abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse. Mit viel Erfahrung, persönlicher Beratung und einem feinen Gespür für Ihre Wünsche finden wir die für Sie und Ihren erholsamen Schlaf optimale Kombination aus Komfort und Funktion – mit Herz, Kompetenz und einem echten Auge fürs Detail. Blättern Sie durch die Seiten, lassen Sie sich inspirieren – und spüren Sie, wie wohltuend es ist, sich auf echte Experten verlassen zu können.

Gemeinsam stark - zu Ihrem Vorteil! Attraktive Preise durch Einkauf mit über 2.000 GARANT Partnern in Europa.


Inhaltsverzeichnis

4

12

Ihr Kopf verdient mehr Warum das richtige Kissen Gold wert ist

8

Echte Beratung, Nähe und Vertrauen

12

Komfort, der das Leben verändert

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Powernaps oder die Frage: Was ist eigentlich aus dem guten alten Mittagsschlaf geworden?

20

Gesünder durch die Nacht – Warum Alkohol und falsche Ernährung den Schlaf sabotieren

22

© Kirchner

Mehr Freiheit und Lebensqualität mit Komfortbetten

54

Barrierefreiheit im eigenen Zuhause – Komfort, Sicherheit und Lebensqualität für alle Generationen Wie durchdachte Planung und intelligente Lösungen jedes Zuhause fit für die Zukunft machen

28

Schlaftypen Warum es sich lohnt, sich selbst in der Nacht zu entdecken

Reflux: Wenn der Magen Feuer spuckt

HEINZELSTUECK_©KatjanaFrisch

30

Wie Sie trotzdem erholsam schlafen

36

Schlaf als Beauty-Routine – Schönheit über Nacht

40

Schlaf in den Wechseljahren

46

Silberglanz trifft Smartphone: Warum Granfluencer mehr als nur ein TikTok-Trend sind

40

Von grauen Schläfen, goldenen Followerzahlen und der neuen Coolness des Alters

50

Schottland für aktive Entdecker

54

Trachten heute – moderne Lust an Herkunft und Tradition

58

Küchen mit Stil – flexibel geplant, funktional umgesetzt

62

Hygge trifft Feng Shui – So zieht der Japandi-Stil ins Schlafzimmer ein

64

Das Gewürzregal als Schlafapotheke Wie Zimt, Kurkuma, Rosmarin, Muskatnuss und Lavendel für Ruhe und Entspannung sorgen können

46

© oneinchpunch_shutterstock.com

Viel mehr als Whisky, Highlands und Loch Ness


© Garant

Komfort & Wohnen

Ihr Kopf verdient mehr Warum das richtige Kissen Gold wert ist

Der Wecker klingelt, Sie öffnen die Augen – und spüren sofort diesen Schmerz im Nacken. Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, warum Sie trotz guter Matratze nicht erholt aufwachen. Nun ja: Wussten Sie, dass rund 70 Prozent aller Nackenschmerzen auf ein falsches Kopfkissen zurückzuführen sind? Höchste Zeit, genauer hinzuschauen.

Ein Kissen ist nicht nur ein weiches Accessoire. Seine Aufgabe? Die Feinabstimmung Ihrer Schlafhaltung. Es stützt Hals, Nacken und Schultern – und beeinflusst damit die gesamte Körperlinie. Denn kommt es in der Nackenregion zu einer Fehlstellung, folgt eine Art Kettenreaktion: Die Taille wird falsch gelagert, die Beine liegen nicht richtig – und damit ist die gesamte Körperhaltung im Schlaf ungesund.

Die stille Hauptrolle im Bett

Unterstützung. Ein falsches Kissen kann dazu führen, dass die Halswirbelsäule über Nacht in eine unnatürliche Position gerät. Die Folge: Verspannungen, Kopfschmerzen, manchmal sogar Schwindel. Ein passendes Kissen hingegen sorgt dafür, dass Kopf und Nacken in einer Linie mit der Wirbelsäule liegen – die Basis für erholsamen Schlaf. Material, Form und Ergonomie sind entscheidende Faktoren für Ihren erholsamen Schlaf. Darum ist es essenziell, sich bewusst mit der Wahl des richtigen und genau zu Ihnen passenden Kissens zu beschäftigen.

Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Körper. Die Muskulatur wird empfindlicher, die Gelenke reagieren sensibler, und die Wirbelsäule braucht mehr

© New Africa_shutterstock.com


Komfort & Wohnen

© Garant

Ein gutes Kissen ist kein Zufallsprodukt. Es ist wie ein maßgeschneiderter Anzug oder ein ergonomisch eingestellter Bürostuhl: individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst. Das optimale Kopfkissen stützt den Hals so ab, dass alle Teile der Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. Der Kopf darf weder nach oben noch nach unten abknicken. Welches Kissen für Sie genau diese Anforderungen erfüllt, ist von ganz individuellen Faktoren abhängig. Zum einen sollten Sie Ihre Lieblings-Schlafposition kennen. Seitenschläfer benötigen eine andere Höhe und Form des Kissens als Rückenschläfer. Auch die Körperform spielt eine Rolle, wer beispielsweise breite Schultern hat,

für den muss das Kissen höher sein. Und auch die Matratze beeinflusst die Kissenwahl, oder vielmehr: ihr Härtegrad. Denn auf einer weichen Matratze sinkt man mehr ein – folglich darf das Kissen flacher sein. Das Füllmaterial sollten Sie ebenfalls passend zu Ihrer Schlafhaltung sowie Ihrem Wärmeempfinden und anderen Anforderungen (z.B. Allergien) auswählen. Lassen Sie uns dafür einen Blick auf die vielfältige Welt der Kopfkissen werfen.

haben ganz unterschiedliche Eigenschaften, die sie je nach Bedürfnis zu einem guten oder weniger guten Begleiter für die Nacht machen. Mögen Sie es gerne warm oder schwitzen Sie leicht? Wälzen Sie sich viel hin und her oder liegen Sie meist in einer Position? Haben Sie eine Allergie? So unterschiedlich, wie die Antworten darauf ausfallen mögen, sind auch die verschiedenen Faktoren, die

Ein Kissen ist ein Kissen? © New Africa_shutterstock.com

Was macht ein gutes Kissen aus?

Haben Sie sich schon mal gefragt, welches Material zu Ihnen passt? Die Unterschiede sind nämlich enorm. Weiche Daunen, elastischer Latex oder fester Viscoschaum – alle Materialien

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Komfort & Wohnen

Kissenart

Vorteile

Nachteile

Federkissen

• Hohe Stützkraft

• Festes Liegegefühl

• Formstabil

• Nicht optimal für geräuschempfindliche Leute

• Weich, bequem, anschmiegsam

• Aufwendige Pflege (professionelle Reinigung empfohlen)

© Garant

für und gegen die einzelnen Kissenarten sprechen. Darum geben wir Ihnen hier einen kurzen Überblick (Tabelle rechts):

Daunenkissen

• Leicht

• Geringe Stützkraft Viscoschaum- • Druckentlastung Kissen • Ergonomische Unterstützung

• Nicht optimal für Leute, die leicht schwitzen

Latexkissen

• Nicht für Personen mit Latexallergie geeignet

• Hypoallergen • Langlebig • Atmungsaktiv • Elastische Unterstützung

Nackenstütz- • Ergonomische kissen Unterstützung

Welches Kissen passt zu mir? Seitenschläfer brauchen ein festes, höheres Kissen, das den Abstand zwischen Kopf und Schulter ausgleicht. Rückenschläfer kommen mit einem mittelhohen, weicheren Kissen aus, das den Nacken nicht nach vorne drückt. Bauchschläfer? Für sie gilt: am besten gar kein Kissen oder nur eine sehr flache Variante, um Überstreckungen zu vermeiden. Leiden Sie unter Nackenschmerzen? Dann achten Sie auf ein Kissen, das nicht zu hart ist und eher kühlt als wärmt – Nackenstützkissen können hier helfen. 6 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

Naturkissen

• Nicht optimal für Leute, die sich im Schlaf viel herumwälzen

• Schwer und dadurch unhandlicher

• Festes Liegegefühl kann gewöhnungsbedürftig sein

• Manche Modelle sind durch Einlagen individuell einstellbar

• Nicht für alle Schlafpositionen gleich gut geeignet

• Atmungsaktiv

• Aufwendige Pflege

• Temperaturregulierend

• Liegegefühl kann gewöhnungsbedürftig sein • Nicht für Allergiker geeignet

© New Africa_shutterstock.com


© Garant

Der Weg zum perfekten Kissen

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Erholsam schlafen – trotz Hitzewallungen und Co.

She. | Premium-Bettwaren mit innovativer Outlast®-Technologie – entwickeltAusgabe für Frauen in |den Wechseljahren. 26/27 HERZENS.LUST 7 Reguliert die Temperatur aktiv, mildert Hitzepeaks und sorgt für ein spürbar angenehmes Schlafklima.

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Probieren Sie verschiedene Modelle aus – Höhen, Formen, Materialien. Wir empfehlen Ihnen mindestens fünf bis zehn Minuten Probeliegen pro Seite, um eine realistische Vorstellung vom Liegegefühl zu bekommen. Kennen Sie die Härte Ihrer Matratze, damit das Kissen darauf abgestimmt werden kann. Und denken Sie an die Hygiene: Spätestens alle fünf Jahre sollte das Kissen gewechselt werden. Am besten setzen Sie auf die Expertise im Fachhandel. Dort können Berater mithilfe von Liegedruck- oder Haltungsscans Ihre ideale Schlafposition und die Haltung der Halswirbelsäule analysieren. Denn jeder Kopf ist anders, und Ihr Wohlbefinden verdient die beste Unterstützung.


Komfort & Wohnen

Echte Beratung, Nähe und Vertrauen

Manchmal geht es beim Einkaufen um mehr als nur den besten Preis. Gerade wenn wir in unser Wohlbefinden investieren, wollen wir verstanden werden, uns gut beraten fühlen – und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Dieser Artikel zeigt, warum der Fachhandel genau das möglich macht und warum er oft die bessere Wahl ist als Großfläche oder Onlinehandel.

Es ist ein ruhiger Samstagmorgen. Die Sonne scheint durch die halb geöffneten Vorhänge, und im Schlafzimmer von Karin (48) und Michael (52) herrscht eine ungewohnte Stille. Vor wenigen Tagen ist ihre Tochter zum Studieren ausgezogen – das Haus fühlt sich plötzlich groß und leer an. Doch statt Wehmut verspüren die beiden etwas anderes: Lust auf Veränderung. Endlich wieder Zeit für sich selbst. Und ganz oben auf der Liste: eine neue Matratze. Seit Monaten wachen sie morgens wie gerädert auf – Rückenschmerzen und nächtliches Hin- und Herwälzen sind längst zur Routine geworden.

© Dmytro Zinkevych_shutterstock.com

Beim Frühstück blättern sie durch Prospekte. Michael zeigt auf ein Sonderangebot einer großen Möbelhauskette. „Sieht doch ganz gut aus, oder?“ Karin runzelt die Stirn. „Aber wer berät uns da? Beim letzten Mal war niemand auf der Fläche, und als wir jemanden fanden, wusste der kaum etwas über die Modelle.“ Sie seufzt. „Ich hätte lieber jemanden, der sich wirklich auskennt.“ Karin erinnert sich an ein Bettenstudio im Ort, bei dem eine Freundin gute Erfahrungen gemacht hat. 8 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27


© Hryshchyshen Serhii_shutterstock.com

Komfort & Wohnen

Fachhandel vs. Großfläche Individuelle Beratung: Persönliche, fachkundige Betreuung statt anonymer Verkaufsfläche Service inklusive: Lieferung, Aufbau, Reparatur und Nachbetreuung sind im Fachhandel selbstverständlich Qualitätsorientiertes Sortiment: Hochwertige, langlebige Produkte statt billiger Massenware Vertrauen & Nähe: Feste Ansprechpartner, regional verwurzelte Betriebe

Das Funktionsbett, das Ihr Leben leichter macht.

Sicher kennen Sie diese Gedanken … Ein neues Bett, ein Sofa, ein Kühlschrank: Diese Anschaffungen kosten nicht nur Geld, sondern haben auch Einfluss auf unseren Alltag und unser Wohlbefinden – und sollen dementsprechend gut passen und lange halten. Und so stehen viele von uns irgendwann ratlos in einem riesigen Laden, umgeben von Produkten, aber ohne

Faire Preise: Transparente Kalkulation und bezahlbare Preise durch Einkaufsverbände

echte Orientierung. Der Fachhandel bietet hier eine Alternative, die weit über das bloße Verkaufen hinausgeht.

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Doch sofort tauchen Zweifel auf: „Ist das nicht viel teurer als im Möbelhaus“, fragt Thomas. „Ich dachte immer, das ist eher was für Leute mit großem Budget.“ Auch die kleinere Verkaufsfläche macht sie unsicher – ob es dort überhaupt genug Auswahl gibt? Die beiden sind sich nicht sicher, ob sich der Weg lohnt.

Flexibilität: Sonderwünsche, Kulanz und maßgeschneiderte Lösungen sind möglich

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Komfort & Wohnen

„Ist das nicht viel teurer?“ – Vorurteile auf dem Prüfstand

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Der Fachhandel ist mehr als ein Ort zum Einkaufen – er ist ein Raum für ehrliche Begegnungen. Hier begegnen Sie oft Menschen, die ihr Handwerk verstehen und lieben. Ein Beratungsgespräch findet ohne Verkaufsdruck statt, sondern ist ein Dialog, der Ihre Lebenssituation ernst nimmt und Ihnen hilft, eine gute Entscheidung zu treffen. Statt Massenware finden Sie hier Produkte, die mit Bedacht ausgewählt wurden – langlebig, hochwertig und oft von Marken, die für Qualität stehen. Und sollte etwas nicht passen, wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Diese Flexibilität ist Teil der Haltung: Es geht nicht darum, schnell etwas zu verkaufen, sondern darum, dass Sie langfristig zufrieden sind.

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So finden Sie einen guten Fachhändler Empfehlungen: Fragen Sie Freunde, Familie oder Nachbarn. Persönliche Erfahrungen sind oft Gold wert. Online recherchieren: Philosophie, Sortiment, Services – verschaffen Sie sich auf der Webseite des Unternehmens einen Eindruck. Bewertungen lesen: Achten Sie besonders auf Rezensionen, die auf Beratung und Kundenservice eingehen. Persönlicher Eindruck: Besuchen Sie das Geschäft. Fühlen Sie sich ernst genommen und gut aufgehoben? Ein guter Fachhändler drängt nicht zum Kauf.

Dieser Servicegedanke ist tief verankert: Lieferung, Aufbau, Reparaturen oder Nachbetreuung – viele Fachhändler bieten Leistungen, die anderswo extra kosten, und bleiben auch nach dem Kauf verlässliche Ansprechpartner. Besonders bei größeren Anschaffungen ist das ein echter Gewinn. Viele Fachgeschäfte sind fest in ihrer Region verwurzelt, oft familiengeführt und über Generationen gewachsen. Man kennt sich, begegnet sich wieder – diese Nähe schafft Vertrauen. Es entsteht eine Beziehung, die über den Moment des Kaufs hinausgeht. Wer einmal erlebt hat, wie persönlich und kompetent ein Fachgeschäft sein kann, merkt schnell: Hier zählt nicht nur das Produkt, sondern der Mensch dahinter.


Komfort & Wohnen

Mehr als nur ein Geschäft: Eine Begegnung auf Augenhöhe

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Zurück zu Karin und Michael: Die beiden haben sich auf einen schnellen Einkauf eingestellt. Eine neue Matratze soll her – möglichst unkompliziert, vielleicht sogar im Angebot einer großen Möbelhauskette. Doch je mehr sie darüber sprechen, desto klarer wird: Sie wollen nicht einfach irgendein günstiges Modell, sondern diesmal eines, das wirklich zu ihnen passt und lange hält. Als Seitenschläfer mit unterschiedlichen Körpergrößen und Schlafgewohnheiten ist die Wahl nicht trivial. Also entscheiden sie sich, der Empfehlung von Karins Freundin zu folgen und dem örtlichen Bettenstudio einen Besuch abzustatten. Schon beim Eintreten merken sie: Hier ist etwas anders. Die Atmosphäre ist ruhig, freundlich, richtig wohnlich. Sie werden nicht nur begrüßt, sondern wirklich willkommen geheißen. Die Verkäuferin nimmt sich Zeit, stellt Fragen zu ihrem Schlafverhalten, lässt sie verschiedene Matratzen testen und erklärt geduldig die Unterschiede zwischen Materialien, Zonen und Härtegraden.

Am Ende verlassen die beiden das Geschäft nicht nur mit dem Liefervertrag einer neuen Matratze, sondern auch mit einem passenden Lattenrost – und dem Gefühl, wirklich gut aufgehoben zu sein. „Ich hätte nie gedacht, dass Beratung so viel ausmacht“, sagt Michael später. „Und dass wir mit Beratung und Anlieferung trotzdem nicht mehr als bei der Möbelkette zahlen.“ Karin stimmt ihm zu: „Man merkt einfach, dass es nicht darum geht, uns einfach irgendetwas zu verkaufen – sondern die beste Lösung für uns zu finden.“

Schnell wird klar, dass auch der alte Lattenrost nicht optimal ist. Für Seitenschläfer wie Karin und Michael empfiehlt die Fachberaterin ein Modell mit flexibler Schulterabsenkung und individuell einstellbaren Zonen – eine Lösung, die sie vorher gar nicht in Betracht gezogen hatten. Und sie spüren sofort den Unterschied beim Probeliegen.

Und weil sie sich so wohl gefühlt haben, sprechen sie auf dem Heimweg schon über das leer stehende Kinderzimmer. Vielleicht wird daraus ein schönes Gästezimmer – und vielleicht lassen sie sich auch dabei wieder vom Fachhändler beraten. Denn sie wissen jetzt: Hier

stimmt nicht nur das Produkt, sondern auch das Gefühl, einem kompetenten Ansprechpartner vertrauen zu können.

Der Fachhandel ist eine Entscheidung für Qualität – und für Sie selbst.

Ob Matratze, Fahrrad oder Wanderschuh – der Fachhandel bietet mehr als nur Produkte. In einer Welt, die immer schneller und unpersönlicher wird, ist Ihr Fachgeschäft um die Ecke der Ort, an dem Sie als Mensch im Mittelpunkt stehen. Wer weiß? Vielleicht wagen auch Sie es, beim nächsten Kauf die Großfläche links liegen zu lassen – und entscheiden sich für Beratung, Nähe und Qualität.

Hier gelangen Sie über den QR-Code direkt zum passenden Händler. Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 11


Komfort, der das Leben verändert Mehr Freiheit und Lebensqualität mit Komfortbetten

© Kirchner

Im Schnitt verbringen wir mehr als 120 Tage des Jahres im Bett: Kein anderes Möbelstück im Haus wird so oft genutzt wie das Bett, und dennoch ist kaum eines so unterschätzt. Dabei bieten moderne Bettsysteme vielfältige Funktionen für einen noch komfortableren Alltag. Höchste Zeit also, einen genauen Blick auf das Schlafzimmer der Zukunft zu werfen!

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Nacht für Nacht ist das Bett unser treuer Begleiter. Gemütlich soll es sein und ergonomisch an unsere Bedürfnisse angepasst, damit wir bequem liegen und erholsamen Schlaf finden. Doch hätten Sie gewusst, dass es Betten gibt, die noch mehr können? Schlafen, entspannen, Kraft tanken – alles in einem Bett, das sich flexibel, präzise und individuell an Ihre Bedürfnisse anpasst.

sich mit einem motorisch verstellbaren Komfortbett im Schlafzimmer: Was früher als reines Merkmal der Krankenpflege galt, ist heute ein Symbol für Lifestyle, Komfort und ergonomisches Wohnen geworden. Komfortbetten erleben in deutschen Schlafzimmern gerade einen echten Durchbruch – und das nicht nur bei Bestagern! Laut einer aktuellen GfK-Studie wünschen sich über 32 % der Befragten unter 50 Jahren ein Bett, das sich elektrisch verstellen lässt. Bei den Befragten über 60 sind es sogar 58%. Doch woran liegt das? Die Antwort liegt in den vielfältigen Funktionen der Komfortbetten.

Lebensqualität auf Knopfdruck

Die Betten der Zukunft heißen „Komfortbetten“ und erleichtern mit motorischer Verstellbarkeit unseren Alltag. Die cleveren Funktionen gehen weit über herkömmliche Betten und Matratzen hinaus und können Ihr Schlaf- und Wohlfühlerlebnis grundlegend zum Positiven verändern.

Mehr als nur ein Trend Das E-Bike wurde anfangs belächelt – heute gehört es zum modernen Alltag ebenso selbstverständlich wie eine Kaffeemaschine. Genauso verhält es

In buchstäblich jeder Lage flexibel: Mit einem Knopfdruck heben Sie das Kopfoder Fußteil an, verstellen stufenlos die Gesamthöhe des Bettes oder bringen es sogar in eine super bequeme Sitzposition. Diese praktischen Funktionen können Ihnen schon heute den Alltag erleichtern. So ist beispielsweise das Bettbeziehen bei großen oder schweren Matratzen (wir denken hier an Federkern oder Latex) ein richtiger körperlicher Kraftakt. Wenn Sie nun aber das Komfortbett mit der Höhenverstellung anheben, kommt die Matratze auf eine angenehme Arbeitshöhe. Auch das Drehen und Wenden der Matratze – für eine lange Lebensdauer und weniger Materialverschleiß bei einigen Matratzen sinnvoll – wird durch die elektrische Verstellfunktion erheblich vereinfacht. Besonders für Menschen mit Rückenproblemen oder eingeschränkter Beweglichkeit ist das hilfreich, aber auch bei Krankheit oder während der Schwangerschaft. Die flexible Höhenverstellung erweist sich auch beim

© Kirchner

Komfort & Wohnen

Putzen als praktischer Alltagshelfer: Kurz das Bett hochfahren, und schon passen Staubsauger oder Wischmopp bequem darunter, ganz ohne Möbelrücken oder Anheben. Die Reinigung wird einfacher – und dadurch im besten Fall auch regelmäßiger, was gerade für Allergiker oder das Leben mit Haustieren besonders wichtig ist. Früher habe ich mich vor dem Bettbeziehen gedrückt. Heute ist es viel einfacher, weil ich das Bett auf eine angenehme Höhe bringen kann. Sabine, 59

Ergonomischer Komfort in jeder Position Ein verstellbares Bett ist aber nicht nur für die Nacht gedacht. Die flexiblen Sitz- und Liegepositionen, die per Fernbedienung bequem eingestellt werden können, sorgen für Ergonomie in jedem Tagesmoment. Die stufenlose Höhenverstellung ist besonders beim Aufstehen und Hinsetzen eine wertvolle Unterstützung, die Rücken und Gelenke schont. In aufrechter Sitzposition genießen Sie Ihr Frühstück im Bett, schauen einen Film oder schmökern durch Ihr Lieblingsbuch. Die leicht erhöhte Kopfposition im Liegen hilft gegebenenfalls dabei, die Atmung Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 13


Komfort & Wohnen

zu verbessern – ideal, wenn Sie zum Schnarchen neigen, unter Reflux leiden oder auch einfach nur eine Erkältung haben. Wer nach langen Arbeitstagen mit Venenleiden oder geschwollenen Füßen zu kämpfen hat, wird sich über das verstellbare Fußteil freuen: Die Beine zur Entlastung hochlagern ist eine echte Wohltat. Damit ersetzt das Komfortbett schon fast den Fernsehsessel – mit dem Unterschied, dass es auch nachts die perfekte Erholung liefert. Egal ob jung, beruflich eingespannt, in der zweiten Lebenshälfte oder mit gesundheitlicher Vorbelastung – ein Komfortbett ist für viele Lebenslagen sinnvoll.

Hier genießen Sabine und Thomas ihr neues modernes Komfortbett.

Das Hochfahren des Bettes macht für mich den Unterschied – das Aufstehen fällt viel leichter, und ich kann viel länger selbstständig bleiben. Thomas, 65

Komfort kennt kein Alter Das Bett ist längst kein starres Möbelstück mehr – es ist ein Lebensbegleiter. Und je eher wir das anerkennen, desto mehr Lebensqualität gewinnen wir. So wie wir heute bodenebene Duschen oder ergonomische Küchenmöbel ganz selbstverständlich nutzen, sollten wir auch im Schlafzimmer nicht länger auf moderne Technik verzichten. Die vielfältigen Funktionen können immer wichtiger werden, deshalb lohnt es sich, sie bereits jetzt für ein zukunftssicheres Schlafzimmer zu berücksichtigen. Leicht geneigtes Liegen – einstellbar mit der Komplettschräge

des Komfortbettes – entlastet bei Sodbrennen, Reflux oder Venenbeschwerden, aber es stellt auch eine wesentliche Erleichterung in der häuslichen Pflege dar. Die Kombination mit stufenloser Höhenverstellung dient außerdem als Aufstehhilfe – so können Sie auch im Alter selbstständig ein- und aussteigen. Untersuchungen der Charité Berlin ergaben außerdem, dass ergonomische Schlaf- und Aufstehpositionen das Risiko für Stürze im Alter deutlich verringern können. Zusätzliche Sicherheit bieten dabei Haltegriffe und Ausfallschutz, die nach Bedarf später ergänzt werden können und sich beim modernen Komfortbett harmonisch ins Design integrieren.

Stilvoll, modern, unsichtbar Stellen Sie sich mal vor, Ihr Bett wäre ein Multifunktionstalent: individuell verstellbar wie der gemütliche Relax-Sessel im Wohnzimmer, komfortabel für traumhafte Nächte, zukunftssicher und so elegant wie das neueste Designermodell. Gibt’s nicht? Gibt es doch! Ich hätte nie gedacht, dass ein funktionales Bett so schön aussehen kann – es sieht wirklich wohnlich und modern aus. Sabine, 59

Von klassisch-elegant bis skandinavisch-modern nimmt das Komfortbett genau die Gestalt an, die Sie sich für Ihr Schlafzimmer wünschen. Ein stylischer Begleiter, in Massivholz-, Lack- oder Stoffoptik, mit oder ohne Boxspringcharakter und optisch nicht von Designerbetten zu unterscheiden. Man sieht ihnen die Technik und Funktionalität nicht an – spürt sie aber, sobald man sich hineinlegt. Hochwertige Materialien, sorgfältige Verarbeitung und elegantes Design machen das Bett zu einem ästhetischen Mittelpunkt im Schlafzimmer.

Dass man das Bett mit wenig Aufwand zum Pflegebett umbauen kann, gibt uns ein gutes Gefühl für die Zukunft. © Garant

Thomas, 65 14 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27


Komfort & Wohnen

© Stiegelmeyer

Vom Komfortbett zum Pflegebett

Eine Hilfe für ein komfortables und sicheres Aufstehen

Teure Luxusspielerei? Wohl kaum. Geben wir beispielsweise 4.000 Euro pro Person für ein Bettsystem aus, das uns zwölf Jahre lang begleitet, entspricht das nicht einmal 1€ pro Nacht – weniger als eine deutsche Tageszeitung! Bei guter

Formschöner Ausfallschutz für eine behütete Nachtruhe

Qualität und Pflege kann ein hochwertiger Lattenrost über 10 Jahre halten. Ein hochwertiges Komfortbett geht über die Nutzungsdauer von normalen Lattenrosten weit hinaus und kann bis zu 15 Jahre oder mehr halten. Ein Komfortbett ist

Aufrichthilfe für mehr Komfort und Sicherheit

demnach keine Luxusanschaffung, sondern eine smarte Investition in das eigene Wohlbefinden – sofort und auch auf lange Sicht.

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Komfort & Wohnen

Flexibel umrüsten – eine Investition, die sich lohnt

© Kirchner

Die größte Stärke von Komfortbetten ist die Zukunftssicherheit. Marken wie Royal Dream, Kirchner und Stiegelmeyer konzipieren ihre Produkte so, dass sie ohne großen Aufwand oder hohe zusätzliche Kosten in Pflegebetten umgewandelt werden können. Im Zweifelsfall haben Sie so schnell und unkompliziert für die nötige Sicherheit im Schlafzimmer vorgesorgt.

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So können Sie bei Bedarf auch weiterhin in Ihrer gewohnten Umgebung schlafen – ein wichtiger Faktor für das psychische Wohlbefinden.

KOMFORTBETTEN für mehr Herzens.Lust 16 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

Individuell, höhenverstellbar und zukunftssicher


Komfort & Wohnen

Gemeinsam schlafen – auch bei Pflegebedarf

© Kirchner

Körperliche Einschränkungen oder Pflegebedarf als Ende für das gemeinsame Bett? Das muss nicht sein. Komfortbetten gibt es auch als Duobett-Modelle – mit jeweils individuell einstellbaren Bettseiten. So kann jeder Partner seine persönliche Komfortposition einstellen, ohne den anderen zu stören. Eine tolle Option, um nicht auf das gemeinsame Bett verzichten zu müssen – und auf die Nähe und Sicherheit, die es in der Partnerschaft bietet. Für uns ist es wichtig, im Pflegefall zusammenbleiben zu können – das gemeinsame Bett schenkt Nähe und Sicherheit. Sabine, 59

Gesunder Schlaf ist keine Frage des Alters – sondern der richtigen Ausstattung. Ein motorisch verstellbares Komfortbett ist keine kurzfristige Investition und kein Luxusschnickschnack. Es ist vielmehr eine Entscheidung für viele Jahre, vielleicht Jahrzehnte, mit mehr Wohlbefinden. Es ist ein Bett, das mit Ihnen mitwächst und Ihre Lebenssituation begleitet – und Ihren Weitblick und Ihr Bewusstsein für Komfort und Lebensqualität zum Ausdruck bringt.

Alternativ gelangen Sie über den QR-Code unten direkt zum passenden Händler.

Entdecken Sie Ihren neuen Schlafkomfort! Moderne Komfortbetten erhalten Sie im ausgesuchten Bettenfachhandel in Ihrer Region. Sie möchten sich vor Ort genauer dazu beraten lassen? Dann nutzen Sie die komfortable Händlersuche auf

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Erleben Sie jetzt Komfort und Lebensqualität neu – für ein Schlafgefühl, das Ihr Leben nachhaltig verändert!

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Gesundheit & Wohlbefinden

Der Mittagsschlaf galt lange als fester Bestandteil des Alltags – ein ruhiger Moment nach dem Essen, ein kurzer Rückzug vom Trubel des Tages. In vielen Kulturen war diese Pause selbstverständlich und wurde als Quelle neuer Energie geschätzt. Heute hingegen hat sich das Bild gewandelt: Der klassische Mittagsschlaf ist vielerorts dem sogenannten Powernap gewichen – einer kurzen, gezielten Schlafphase von meist 10 bis 20 Minuten. So ganz verschwunden ist der traditionelle Klassiker aber längst nicht. Auch hier gilt: Erlaubt ist, was gefällt und guttut.

Doch zu den Details: Powernaps stehen für Effizienz und moderne Lebensrhythmen. Studien zeigen, dass bereits wenige Minuten Schlaf die Konzentration steigern, die Stimmung heben und die Leistungsfähigkeit verbessern können. Besonders vorteilhaft ist, dass diese kurzen Ruhephasen den Körper nicht in die Tiefschlafphase führen. Dadurch entsteht kein Gefühl von Benommenheit nach dem Aufwachen, das häufig nach

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längeren Schlafepisoden auftritt. Zudem lassen sich Powernaps leichter in den Alltag integrieren, ohne den nächtlichen Schlaf zu beeinträchtigen. Dem gegenüber steht der klassische Mittagsschlaf, der oft 30 Minuten oder länger dauert. Er bietet eine intensivere Erholung und kann insbesondere bei Schlafmangel oder körperlicher Erschöpfung wohltuend sein. Gerade im fortgeschrittenen Lebensalter, wenn der


Gesundheit & Wohlbefinden

Powernaps oder die Frage: Was ist eigentlich aus dem guten alten Mittagsschlaf geworden? Nachtschlaf häufig leichter und und öfter unterbrochen ist, kann ein längerer Mittagsschlaf helfen, das allgemeine Wohlbefinden zu stabilisieren. Allerdings besteht die Gefahr, dass ein zu ausgedehnter Schlaf am Tag den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus verschiebt und das Einschlafen am Abend erschwert. Auch gesundheitlich zeigen sich Unterschiede: Während kurze Nickerchen das Herz-Kreislauf-System entlasten

und Stress reduzieren können, wird bei regelmäßig langen Mittagsschläfen teilweise ein Zusammenhang mit Schlafstörungen oder verringerter nächtlicher Schlafqualität diskutiert. Dennoch hängt die Wirkung stark von individuellen Gewohnheiten und Bedürfnissen ab. Letztlich zeigt sich, dass weder der Powernap noch der traditionelle Mittagsschlaf grundsätzlich überlegen

ist. Vielmehr kommt es auf das richtige Maß an. Kurze Ruhepausen bieten eine flexible Möglichkeit zur Erholung im Alltag, während der längere Mittagsschlaf gezielt zur Regeneration eingesetzt werden kann. Die Kunst liegt darin, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten und die passende Form der Pause zu wählen – ganz gleich, ob modern oder traditionell.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Gesünder durch die Nacht – Warum Alkohol und falsche Ernährung den Schlaf sabotieren © Dean Drobot_shutterstock.com

Zu einer gesunden Abendroutine gehören nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern auch ein Ess- und Trinkverhalten, das dem Körper bekommt. Ein entspannter Tagesausklang gehört für viele Menschen einfach dazu: ein reichhaltiges Abendessen, vielleicht ein Glas Wein oder ein kühles Bier – und danach ab ins Bett. Doch genau diese Gewohnheiten können die ersehnte Nachtruhe stören. Denn was wir abends essen und trinken, beeinflusst unseren Schlaf stärker, als uns oft bewusst ist. Wenn Sie regelmäßig schlecht schlafen, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre Abendroutine – vielleicht stecken unerkannte Schlafräuber dahinter.

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Schneller ein-, aber schlechter durchschlafen Zunächst wirkt Alkohol tatsächlich wie ein kleiner „Schlummertrunk“: Er entspannt und verkürzt die Einschlafzeit. Doch dieser Vorteil ist trügerisch. In der zweiten Hälfte der Nacht kippt der Effekt – der Körper ist intensiv mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt, und die erholsamen Tief- und REM-Schlafphasen werden dadurch deutlich gestört. Das Ergebnis: häufiger aufwachen, leichter Schlaf und ein deutlich weniger erholtes Gefühl am Morgen. Bei Schlafproblemen deshalb ruhig mal testweise zwei Wochen auf Alkohol am Abend verzichten. Verbessert sich die Schlafqualität, liegt die Ursache oft klar auf der Hand – und ein neues, alkoholfreies Feierabendritual kann wahre Wunder bewirken.

Wer am Abend dennoch etwas zum Entspannen braucht, setzt auf Alternativen, die den Schlaf wirklich fördern: Kräutertees, ein warmes Bad, ruhige Musik oder leichte Entspannungsübungen helfen dabei, körperlich und mental herunterzufahren – ganz ohne Nebenwirkungen in der Nacht.

Unnötige Nachtschicht für die Verdauung Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für gesunden Schlaf. Ein üppiges Abendessen mit fetten oder stark zuckerhaltigen Speisen belastet die Verdauung oft stundenlang. Während der Körper Schwerstarbeit leistet, fällt es deutlich schwerer, tief und erholsam zu schlafen. Sodbrennen, Völlegefühl oder nächtliches Aufwachen sind typische Folgen. Aber auch vermeintlich leichte Kost


wie Salat, Obst oder rohes Gemüse kann am Abend problematisch sein – besonders für empfindliche Mägen. Blähungen und Unruhe sind keine Seltenheit. Typische Schlafräuber am Abend sind neben fettreichen auch stark gewürzte Speisen. Dazu kommen große Mengen Zucker sowie Koffein und Nikotin. Überraschung: Auch Rohkost kann am Abend für Unruhe sorgen, ebenso wie sehr späte Mahlzeiten. Die bessere Alternative lautet: leicht, warm und nährstoffreich.

Entspannter schlafen ohne Alkohol und schweres Essen Die richtigen Lebensmittel können das Einschlafen sogar erleichtern. Ideal sind leichte, gut verdauliche Mahlzeiten, die sowohl den Blutzuckerspiegel stabil halten als auch schlaffördernde Stoffe liefern. Empfehlenswert für den Abend

© Antonina Vlasova_shutterstock.com

sind beispielsweise an Tryptophan reiche Lebensmittel wie Haferflocken, Bananen, Milch oder Nüsse – sie unterstützen die Produktion von Melatonin. Magnesiumlieferanten wie Mandeln oder Vollkornprodukte helfen zur Entspannung der Muskulatur. Ansonsten dürfen es einfach leicht verdauliche Proteine wie Hüttenkäse oder magerer Fisch sein. Als Faustregel gilt: Die letzte größere Mahlzeit sollte zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen erfolgen. Alkohol und schweres Essen am Abend können die Schlafqualität also nachhaltig beeinträchtigen. Während Alkohol den Tiefschlaf reduziert, belastet fettreiches Essen die Verdauung und hält den Körper unnötig auf Trab. Bewusste Ernährung, der Verzicht auf Alkohol vor dem Schlafengehen und entspannende Abendrituale schaffen die besseren Voraussetzungen für eine erholsame Nacht. Probieren Sie es aus – Ihr Körper wird es Ihnen danken. Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 21

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Komfort & Wohnen

Barrierefreiheit im eigenen Zuhause – Komfort, Sicherheit und Lebensqualität für alle Generationen Wie durchdachte Planung und intelligente Lösungen jedes Zuhause fit für die Zukunft machen

Barrierefreiheit – das klingt oft nach Rampen und Rollatoren. Doch in Wahrheit bedeutet sie weit mehr: Komfort, Sicherheit und Selbstständigkeit in jeder Lebensphase. Ein barrierefreies Zuhause erleichtert nicht nur älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen den Alltag, sondern schafft für alle Bewohnerinnen und Bewohner ein Plus an Bewegungsfreiheit und Wohnqualität. Wer frühzeitig an Barrierefreiheit denkt, investiert in Zukunftssicherheit. Denn mit kleinen baulichen Anpassungen und cleverer Technik lässt sich jedes Haus oder jede Wohnung in ein Wohnumfeld ohne Hürden verwandeln – schön, funktional und altersgerecht zugleich.

Der Eingangsbereich als barrierefreie Visitenkarte

Barrierefreiheit beginnt bereits vor der Tür. Der erste Schritt ins Haus sollte kein Hindernis sein. Stufenlose Zugänge und automatische Türsysteme wirken wie die Visitenkarte des barrierefreien Hauses: Eine sanft ansteigende Rampe oder ein flacher Eingang ohne Schwelle ermöglicht komfortables Betreten, auch mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Einkaufs-Trolley. Bewegungsmelder und blendfreie LED-Leuchten sorgen dazu für Orientierung und verhindern Stolperfallen, ebenso wie rutschfeste Bodenbeläge.

22 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27 © U.J.Alexander_shutterstock.com


Besonders bei Regen oder Schnee sind strukturierte Oberflächen wichtig, um Stürze zu vermeiden. Auch die Türbreite spielt eine Rolle: Mindestens 90 Zentimeter gelten als barrieregerecht – damit jeder bequem passieren kann.

Flure und Treppen – Verbindung statt Hindernis Flure und Treppen verbinden Räume – oder trennen sie, wenn sie zu eng oder zu steil sind. Hier entscheidet sich, ob das Zuhause wirklich zugänglich bleibt. Ein barrierefreier Flur sollte mindestens 120 Zentimeter breit sein, besser mehr. Glatte, schwellenlose Bodenübergänge erleichtern die Nutzung mit Rollstuhl oder Gehhilfe. Rutschhemmende Beläge aus Vinyl, Kork oder strukturierter Fliese sind ideal. Wenn Stufen unvermeidlich sind, kann ein Treppenlift oder Plattformlift eine komfortable Lösung bieten. Wichtig sind stabile Handläufe beidseitig, kontrastreiche Stufenkanten und gute Beleuchtung. Sicherheitstipp: Bewegungsmelder mit gedämpftem Licht sorgen für Orientierung,

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Bodenebene Duschen gelten als Klassiker der barrierefreien Gestaltung.

ohne nachts zu blenden. Wer neu baut, sollte gleich über Raumplanung auf einer Ebene nachdenken. Ein schwellenloser, ebenerdiger Grundriss ist der beste Weg, Barrieren dauerhaft zu vermeiden.

Im Badezimmer wohlfühlen ohne Einschränkungen Das Bad ist einer der wichtigsten Bereiche, wenn es um Barrierefreiheit geht. Nässe, glatte Fliesen und enge Räume machen es zum Risiko – oder, richtig geplant, zur Komfortzone für alle Generationen. Bodenebene Duschen gelten als Klassiker der barrierefreien Gestaltung. Mit rutschhemmendem Bodenbelag und Sitzmöglichkeit sind sie sicher und komfortabel.

Unterfahrbare Waschbecken sind zudem ideal für Menschen mit Rollstuhl.

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Auch hier sollten Türen mindestens 90 cm breit und nach außen zu öffnen sein – im Notfall kann so schneller geholfen werden. Unauffällig integrierte Griffe an Dusche, WC und Waschbecken bieten Sicherheit, ohne den Stil zu beeinträchtigen. Eine Sitzhöhe von etwa 48 cm beim WC erleichtert das Aufstehen. Unterfahrbare Waschbecken sind zudem ideal für Menschen mit Rollstuhl. Moderne Bäder kombinieren Barrierefreiheit und Design. Klare Linien, flache Übergänge und warme Materialien schaffen ein wohnliches Ambiente – fern von Klinikcharme.

Herausforderungen bei der Küchenplanung meistern Eine barrierefreie Küche stellt besondere Ansprüche an die Küchenplanung. Funktionalität und Bedienbarkeit stehen dabei im Vordergrund, damit Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen optimal profitieren. Durch unterfahrbare Küchen24 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

schränke und höhenverstellbare Arbeitsplatten wird eine leichte Erreichbarkeit aller Küchenbereiche problemlos möglich – insbesondere für Rollstuhlfahrer und Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Breite Gänge und genügend Platz sind besonders wichtig. Herd, Backofen, Spüle und weitere Küchengeräte wie Mikrowelle oder Kaffeemaschine müssen einfach zu erreichen und zu bedienen sein. Spezielle Gerätemodelle verfügen dazu über Funktionen wie seitlich öffnende Türen oder TouchBedienfelder. Dasselbe gilt für Schränke und Schubladen mit leichtgängigen Mechanismen, Schiebetüren oder Schubladen mit Soft-Close-Funktion.

Barrierefreie Küchen steigern die Lebensqualität Die Sicherung der Lebensqualität für Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung, aber auch mit altersbedingten

Durch unterfahrbare Küchenschränke und höhenverstellbare Arbeitsplatten wird eine leichte Erreichbarkeit aller Küchenbereiche problemlos möglich.

Einschränkungen steht bei der Planung einer barrierefreien Küche im Fokus. So werden eine bestmögliche Selbstversorgung und ein möglichst einschränkungsfreier Alltag erst möglich. Natürlich muss unter dem Komfortanspruch und der perfekten Funktionalität das Design keineswegs leiden. Die meisten Hersteller bieten ihre barrierefreien Küchen in allen gängigen Variationen und Designs an und auch die Ausstattung mit entsprechenden Küchengeräten ist kein Problem. Empfehlenswert ist es, auch große, leicht zu fassende Griffe an Schränken, Schubladen und Geräten zu setzen, um die Bedienung für Personen mit eingeschränkter Handfunktion zu erleichtern. Für eine optimale Standfestigkeit bei Kochen, Backen & Co. sind rutschfeste Bodenbeläge wie Fliesen mit einer strukturierten Oberfläche oder Vinylböden genau die richtige Lösung. So wird die Sicherheit in der Küche definitiv erhöht.


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ein Notrufsystem oder eine Kommunikationsvorrichtung in der Küche installieren, um im Notfall schnell Hilfe rufen zu können.

Im Schlafzimmer ist Bewegungsfreiheit ebenso wichtig wie Komfort. Hier sollte Platz für alle Eventualitäten bleiben – auch für mögliche Mobili-

Jeden Tag ein neuer Wohnmoment. Da vergeht dem Stress garantiert Hören und Sehen! In einem schön eingerichteten Zuhause ist man automatisch gut aufgelegt und findet auch nach einem stressigen Tag ganz schnell zu seinem persönlichen Wohlfühl-Rhythmus.

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Eine ausreichende Beleuchtung in der Küche hilft dazu, die Sichtbarkeit zu verbessern und das Risiko von Unfällen zu verringern. Helle LED-Leuchten auch unter den Schränken bieten sich da an. Kontrastreiche Markierungen können außerdem helfen, um Kanten, Schrankgriffe und Schalter besser sichtbar zu machen. Last but not least: Bei Bedarf

Barrierefreies Schlaf- und Wohnzimmer – Ruhe, Erholung und Sicherheit

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Im Schlafzimmer ist Bewegungsfreiheit ebenso wichtig wie Komfort.

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Das Beste zum Schluss: Viele Maßnahmen lassen sich unauffällig und stilvoll integrieren. So wird Barrierefreiheit nicht zum Sonderwunsch, sondern zum Standard modernen Wohnens – ästhetisch, praktisch und generationengerecht.

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tätseinschränkungen in späteren Jahren. Mindestens 120 cm Freiraum um das Bett herum erleichtern Aufstehen und Zugang. Bei der Betthöhe sind etwa 50 – 55 cm ideal, um bequem aufzustehen. Schalter, Lichtquellen und Steckdosen sollten vom Bett aus bedienbar sein. Blendfreies, dimmbares Licht fördert Sicherheit und Orientierung.

Elektrisch verstellbare Betten oder höhenverstellbare Lattenroste erhöhen den Komfort – besonders bei längeren Ruhephasen oder Pflegebedarf. Mindestens 120 cm zwischen Möbeln ermöglichen komfortables Navigieren – auch mit Rollator oder Rollstuhl. Leichte, verschiebbare Sofas und Tische passen sich veränderten Bedürfnissen an.

Übergänge zu Balkon oder Wintergarten sollten in der Höhe maximal 2 cm betragen. Smarte Steuerungen für Licht, Rollläden oder Temperatur lassen sich bequem per App oder Sprache bedienen. Oft vergessen, aber entscheidend: Auch Keller, Waschküche oder Abstellräume sollten barrierearm gestaltet werden. Gute Beleuchtung und klare Wege: Helle LED-Leuchten und kontrastreiche Markierungen sorgen für Sicherheit. Auch an der Kellertreppe ein absolutes Muss: Handläufe. Regale außerdem immer auf Augenhöhe statt in Bodennähe oder über Kopfhöhe positionieren. Wo möglich, kann ein kleiner Hebelift oder Lastenaufzug den Transport schwerer Gegenstände erleichtern – ein Plus an Komfort für alle Altersgruppen.

Auch an der Kellertreppe ein absolutes Muss: Handläufe.


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Gerade durch moderne Technik wird barrierefreie Gestaltung des Eigenheims zunehmend einfacher. Smart-HomeSysteme ermöglichen es, Beleuchtung, Heizung, Rollläden und Sicherheitssysteme bequem per Smartphone oder Sprachsteuerung zu bedienen. Sensoren erkennen Bewegungen, melden Stürze oder schalten Licht automatisch ein.

Auch Türkommunikation und Videoüberwachung können per App gesteuert werden – ideal, wenn Mobilität eingeschränkt ist oder Sicherheit Priorität hat. Ein barrierefreies Zuhause ist heute auch ein digital unterstütztes Zuhause – komfortabel, sicher und zukunftsorientiert und kein Zeichen von Einschränkung, sondern Ausdruck von Weitblick.

Gute Beleuchtung und klare Wege sorgen für Sicherheit.

Es schafft Sicherheit, Komfort und Unabhängigkeit – für heute und morgen. Ob im Bad, in der Küche oder im Garten: Barrierefreiheit bedeutet, dass jeder Raum zugänglich, funktional und schön bleibt. Das Beste zum Schluss: Viele Maßnahmen lassen sich unauffällig und stilvoll integrieren.

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Eine barrierefreie Badsanierung bietet eine Vielzahl von besonderen Merkmalen und Vorteilen, die es Menschen mit eingeschränkter Mobilität ermöglichen, das Badezimmer sicher und komfortabel zu nutzen. Diese Art der Renovierung geht über die bloße Ästhetik hinaus und stellt sicher, dass das Badezimmer für alle zugänglich ist. © HSK Duschkabinenbau KG

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Smarte Steuerungen für Licht, Rollläden oder Temperatur lassen sich bequem per App oder Sprache bedienen.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Schlaftypen © Dmytro Zinkevych_shutterstock.com

Warum es sich lohnt, sich selbst in der Nacht zu entdecken

Eule, Lerche oder Taube? Man muss kein Ornithologe sein, um die Anspielung dieser Frage zu verstehen: Die Vogelarten stehen bildlich für das menschliche Schlafverhalten. Auf der einen Seite ist da die nachtaktive Eule, Sinnbild für alle Langschläfer mit einem Leistungshoch am Nachmittag. Andererseits die tagesaktive Lerche für alle Frühaufsteher mit einem Leistungshoch am Vormittag. Als Mischtyp gilt die gurrende Taube. Doch was bedeutet das? Mit Blick auf Dauer und Qualität der Nachtruhe ist jeder Mensch individuell verschieden.

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Was Langschläfer und Frühaufsteher unterscheidet Wer seinen Schlaftyp kennt, kann seinen Energiehaushalt und seinen gesamten Alltag besser managen. Einige Menschen benötigen eher kurze Schlafzeiten, während andere mehr Schlaf brauchen. Gehen Sie deshalb einmal in sich und analysieren Sie genau, wie viele Stunden Schlaf Sie in der Regel pro Nacht benötigen, um sich ausgeruht und energiegeladen zu fühlen. Dabei ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und auf seinen Körper zu hören. Beachten Sie, wie Sie sich tagsüber fühlen. Sind Sie morgens gleich nach dem Aufwachen energiegeladen oder brauchen Sie einige Zeit, um in Gang zu kommen?


Schlaftypen können sich im Laufe des Lebens ändern

Tauben kommen morgens meist gut in Gang, erreichen ihre Leistungsfähigkeit jedoch erst im Laufe des Vormittags und bleiben bis in den Abend hinein produktiv. Dadurch eignen sie sich besonders für Arbeitszeiten im klassischen Tagesrhythmus. Im Gegensatz zu den extremen Chronotypen Eule und Lerche haben sie weniger Probleme mit sozialen Zeitvorgaben. Dennoch profitieren auch sie von regelmäßigen Schlafzeiten und stabilen Routinen. Ein ausgeglichener Lebensstil unterstützt die natürliche Balance bei allen drei Schlaftypen und fördert langfristig Gesundheit, Leistungsfähigkeit und erholsamen Schlaf. Auch moderate Bewegung und konstante Lichtverhältnisse stabilisieren den individuellen SchlafWach-Rhythmus nachhaltig.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Schlaftypen keine festen Kategorien sind. Die Übergänge sind fließend und viele Menschen haben gemischte Merkmale. Dazu können sich Schlafbedürfnisse im Laufe des Lebens ändern. Ein Kurzschläfer mit nur sechs bis sieben Stunden Schlafbedarf muss beispielsweise kein Frühaufsteher sein. Genauso kann ein Frühaufsteher trotzdem neun

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Ausgeglichener Lebensstil hilft allen drei „Vogelarten“

bis zehn Stunden pro Nacht im Bett verbringen. Schwer haben es vor allem unregelmäßige Schläfer, die Möglichkeiten, einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus aufrechtzuerhalten, und ihre Schlafgewohnheiten variieren stark.

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Wer Schwierigkeiten mit dem Schlaf hat oder sich tagsüber ständig müde fühlt, für den ist es in jedem Fall ratsam, mit einem Arzt oder einem Schlafspezialisten zu sprechen, um mögliche Schlafstörungen auszuschließen und individuelle Empfehlungen zu erhalten.

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Reflux: Wenn der Magen

Feuer spuckt

Wie Sie trotzdem erholsam schlafen Man sieht ihn nicht, man hört ihn nicht – und doch ist er da. Ein unsichtbarer Gegner, der sich nach dem Essen bemerkbar macht. Ein leichtes Brennen, Druck im Brustkorb, manchmal sogar ein Kloß im Hals: Reflux ist mehr als nur Sodbrennen. Es ist eine Krankheit, die rund 12 Millionen Deutsche betrifft – oft unbemerkt, aber mit spürbaren Folgen.

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Was ist Reflux?

Der Begriff klingt sperrig, beschreibt aber genau, was passiert: Vom Magen (Gaster) erfolgt ein Rückfluss (Reflux) in die Speiseröhre (Ösophagus).

Wenn der Schließmuskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen nicht mehr richtig funktioniert, öffnet sich der Verschluss und Magensäure steigt auf. Das Resultat: ein brennendes Gefühl, das vom Oberbauch bis zum Hals strahlen kann. Die Säure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre – und kann gefährliche Folgen mit sich bringen.

Wenn der Körper Alarm schlägt Sodbrennen ist das häufigste Symptom der Refluxkrankheit. Doch daneben können auch noch andere Signale darauf hindeuten, dass Sie Reflux haben. Viele Betroffene berichten von einem Druck-

Sodbrennen

Offener unterer Ösophagussphinkter (LES) Speiseröhre

Magen

Es beginnt oft ganz harmlos: Ein gemütlicher Abend mit Freunden, ein üppiges Essen, dazu ein Glas Wein. Doch später meldet sich ein unangenehmes Brennen hinter dem Brustbein – als hätte jemand ein kleines Feuer entfacht. Sodbrennen, häufig begleitet von einem kurzen Aufstoßen, ist erst mal nichts Ungewöhnliches oder Beunruhigendes. Doch wenn dieses Brennen zum regelmäßigen Begleiter wird, lohnt es sich, ärztlichen Rat zu suchen. Denn der Grund für die unangenehmen Symptome kann eine gastroösophageale Refluxkrankheit sein.

Sodbrennen

gefühl im Brustkorb, das an Herzprobleme erinnert. Andere fühlen sich unwohl, weil sie ständig aufstoßen müssen. Auch Schluckbeschwerden können ein Anzeichen sein – als würde sich die Nahrung nicht mehr richtig ihren Weg bahnen und man hätte einen Kloß im Hals, der einfach nicht verschwindet. Doch Reflux kann sich auch leise anschleichen: Beim sogenannten „stillen Reflux“ steigt die Magensäure bis in den Rachen, ohne dass das typische Brennen spürbar ist. Stattdessen macht sich ein rauer Hals bemerkbar, ein schlechter Geschmack

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Entzündung der Speiseröhre


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Laut Experten können schon wenige Grad Neigung (bis zu 4°) helfen, Sodbrennen zu mindern. Elektrisch verstellbare Betten ermöglichen eine individuelle Anpassung der Liegeposition.

im Munde oder sogar Übelkeit und Brechreiz. Weitere typische Symptome sind ein starkes Völlegefühl, Husten sowie Heiserkeit. Besonders im Liegen und bei Druck auf den Bauch können sich die Beschwerden verstärken – viele erleben schlaflose Nächte.

Warum steigt die Säure auf? Es ist ein unsichtbarer Mechanismus, der normalerweise perfekt funktioniert: Wie ein Türsteher sorgt der kleine Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen dafür, dass der Mageninhalt dort bleibt, wo er hingehört. Beim Essen 32 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

lässt er die Nahrung passieren und verschließt sich dann wieder fest – ein Schutz, der bei Menschen mit Refluxkrankheit versagt. Die Tür bleibt sozusagen einen Spalt offen – und die Magensäure bahnt sich ihren Weg nach oben. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Bei manchen liegt ein Zwerchfellbruch vor, bei anderen ist Übergewicht oder eine fortgeschrittene Schwangerschaft dafür verantwortlich, dass der Schließmuskel nicht richtig funktioniert. Alkohol, Nikotin, bestimmte Medikamente, darunter einige Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie üppige, fettreiche Mahlzeiten können ebenfalls dazu beitragen, dass die Muskelspannung nachlässt. Selbst Stress spielt vermutlich eine Rolle.

Weitreichende Folgen Was als mehr oder weniger harmloses Brennen beginnt, kann weitreichende Folgen haben. Gelangt die Magensäure

bis in die Luftröhre, reizt sie die Atemwege und verursacht Reizhusten, Heiserkeit oder sogar Asthmaanfälle. Im Mund greift sie den Zahnschmelz an, was zu Zahnschmerzen führt. Bleibt die Refluxkrankheit unbehandelt, drohen ernsthafte Komplikationen – die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre kann sich entzünden, vernarben und im schlimmsten Fall ein Risiko für Speiseröhrenkrebs offenbaren. Um solchen Folgen vorzubeugen, sind frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend.

Tipp

Die Schräglage kann möglicherweise auch die Atmung erleichtern und Schnarchen reduzieren.


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Was tun gegen Reflux? Die gute Nachricht: Reflux ist behandelbar. Oft beginnt der Weg zur Besserung mit kleinen, aber wirkungsvollen Veränderungen im Alltag. Dabei gibt es allerdings keine Patentlösung – Betroffene müssen ausprobieren, was guttut. Einige Tipps, die sich bewährt haben:

Doch was, wenn das nicht reicht? Dann ist ärztliche Hilfe gefragt. Medikamente können kurzfristig helfen, die Säure zu neutralisieren. Für eine längerfristige Behandlung kommen Protonenpumpenhemmer infrage, die die Säureproduktion im Magen deutlich reduzieren. Sie werden entweder regelmäßig oder nach Bedarf eingenommen – immer in Absprache mit dem ärztlichen Fachpersonal.

• Verzichten Sie auf Tabak und Alkohol – beides schwächt den Schließmuskel am Mageneingang. • Meiden Sie typische Auslöser wie Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, Pfefferminze, Schokolade sowie fettige oder scharfe Speisen.

Erholsam schlafen trotz Reflux Wer unter Reflux leidet, kennt die schlaflosen Nächte: Brennen in der Speiseröhre, Husten, Heiserkeit. Selbst wenn man auf späte Mahlzeiten verzichtet, arbeitet die Schwerkraft im Liegen gegen uns. Eine einfache, aber wirkungsvolle Gegenmaßnahme ist es, den Oberkörper zu erhöhen.

Wer unter Reflux leidet, kennt die schlaflosen Nächte: Brennen in der Speiseröhre, Husten, Heiserkeit.

• Essen Sie zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr. • Tragen Sie keine eng anliegende Kleidung am Bauch. • Kauen Sie Kaugummi, um den Speichelfluss anzuregen und die Säure zu neutralisieren.

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• Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper.

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• Machen Sie Bauchatmungsübungen, um Ihr Zwerchfell zu stärken.


Hier kommen Komfortbetten ins Spiel. Die elektrisch verstellbaren Betten ermöglichen eine individuelle Anpassung der Liegeposition. Mit einem Knopfdruck lässt sich das Kopfteil anheben, sodass der Oberkörper sanft erhöht liegt. Das entlastet nicht nur die Speiseröhre, sondern kann auch den Druck im Bauchraum verringern. Einige Modelle erlauben sogar die Einstellung des Fußteils, um die optimale Position für maximalen Komfort zu finden. Der Vorteil: kein improvisiertes Stapeln von Kissen oder Keilen, keine unbequemen Schlafpositionen. Stattdessen ein Bett, das sich den Bedürfnissen anpasst – und so für erholsame Nächte sorgt, selbst bei Reflux.

Schräglage gegen das Brennen, Reflux und schlechter Schlaf bilden oft einen Teufelskreis: Die nächtlichen Beschwerden stören die Ruhe, und Schlafmangel verstärkt wiederum den Stress, was die Symptome von Reflux verstärken kann. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, gibt es spezielle Anti-Reflux-Lattenroste. Dank eines motorischen Systems lässt sich die gesamte Liegefläche stufenlos per Fernbedienung anheben – nicht nur der Kopf, sondern der gesamte Oberkörper. So entsteht eine sanfte Schräglage, die den Rückfluss von Magensäure erschweren kann. Laut Experten können schon wenige Grad Neigung (bis zu 4°) helfen, Sodbrennen zu mindern und die Speiseröhre zu entlasten. Für Doppelbetten gibt es praktische Lösungen: Zwei einzelne Unterfederungen werden mit einem Verbindungsstück kombiniert, sodass beide Seiten individuell eingestellt werden können. Das bedeutet: keine Kompromisse in Sachen Komfort und Wohlbefinden.

Wer unter Reflux leidet, weiß: Die richtige Schlafposition kann den Unterschied machen. Doch nicht jeder kennt seine Möglichkeiten – und genau hier kommt der Bettenfachhandel ins Spiel. Ihr regionaler Fachhändler berät Sie individuell und persönlich. Gemeinsam wird eine Lösung entwickelt, die Ihre individuellen Schlafprobleme berücksichtigt. Ob elektrisch verstellbares Komfortbett, individuell anpassbarer Lattenrost oder eine Sonderanfertigung: Der Fachhandel besitzt das nötige Know-how, um Sie kompetent zu einer passenden Lösung zu begleiten. Wer sich hier gut beraten lässt, investiert nicht nur in ein Möbelstück, sondern in echte Lebensqualität. Trauen Sie sich also beim nächsten Besuch im Bettenstudio, Ihre Schlafprobleme anzusprechen – denn die richtige Frage im Showroom ist oft der erste Schritt hin zu besserem Schlaf. Wichtig: Eine angepasste Schlaflösung ist ein entscheidender Schritt, um die Symptome von Reflux zu mindern und für eine bessere Schlafqualität zu sorgen – einen Arztbesuch ersetzt sie aber nicht. Oft ist es ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen – Änderungen im Lebensstil, medizinische Behandlung, optimale Schlafumgebung –, der langfristig für erholsame Nächte sorgt.

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Schon eine Neigung von etwa 10 Zentimetern kann den Rückfluss reduzieren, weil nun die Schwerkraft wieder hilft, die Magensäure im Magen zu halten. Wichtig ist, nicht nur den Kopf mit Kissen anzuheben – das reicht meist nicht aus –, sondern den gesamten Oberkörper. Wer auf der linken Seite schläft, unterstützt zusätzlich den natürlichen Verschluss des Magens.

Gelangt die Magensäure bis in den Rachenraum, reizt sie die Atemwege.

Individuelle Lösungen statt Kompromisse


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Im gut sortierten Betten-Fachhandel gibt es spezielle Lattenroste bzw. Unterfederungen mit einer sogenannten Reflux-Funktion. Wie z.B. die Modelle ROYAL DREAM EXCLUSIVE oder ROYAL DREAM 500 R mit einer Refluxverstellung. Ergonomisch durchdacht, individuell einstellbar und für höchsten Schlafkomfort. Die ROYAL DREAM EXCLUSIVE Unterfederung vereint edle Materialien mit durchdachter Ergonomie für einen erholsamen Schlaf. Buchenschichtholz, flexible Federleisten und individuell einstellbare Komfortzonen sorgen für perfekte Unterstützung – Nacht für Nacht.

Der ROYAL DREAM 500 R ist die perfekte Ergänzung zu den ROYAL DREAM Matratzen. Mit individuell einstellbaren Komfortzonen, flexiblen Schulterwendeleisten und hochwertiger Verarbeitung aus massivem Buchenholz bietet er ergonomische Unterstützung auf hohem Niveau.

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Beide ROYAL DREAM Modelle gibt es in den Versionen: starr, manuell oder motorisch verstellbar – jede Variante sorgt für ein perfekt abgestimmtes Liegegefühl.

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Schlaf Gesundheit & Wohlbefinden

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als Beauty-Routine – Schönheit über Nacht

Es ist spät geworden. Der Laptop glüht, das Handy surrt, und irgendwo zwischen letztem E-Mail-Check und Hautpflege fällt auf: Die Nacht ist schon wieder vorbei, bevor sie begonnen hat. Dabei wäre genau er das Geheimnis strahlender Haut, klarer Augen und fester Nerven – ausgiebiger Schlaf.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Hormone unterstützen Schönheit der Haut

äußere Reize wie Sonne oder Kosmetikprodukte. Die Nacht ist also kein passiver Zustand, sondern die aktive Schichtarbeit der Schönheit. Schlaf ist die Bühne für eine ganze Reihe biochemischer Akteure, die das äußere Erscheinungsbild beeinflussen: Melatonin – das „Schlafhormon“ – wirkt als starkes Antioxidans. Es schützt Zellen vor freien Radikalen und beugt Hautalterung vor. Das Wachstumshormon (HGH) wird vor allem im Tiefschlaf ausgeschüttet. Es repariert Gewebe, baut Muskeln auf und regt die Zellerneuerung an. Cortisol – das Stresshormon – sinkt in der Nacht. Wer schlecht schläft, hat dauerhaft erhöhte Cortisolwerte, was Entzün-

Im Tiefschlaf regeneriert sich das Hautgewebe besonders intensiv. Kollagen wird vermehrt produziert, kleine Entzündungen heilen ab, und die Durchblutung steigt. Das sorgt für den sprichwörtlichen Glow, bestätigen auch immer wieder führende Dermatologen. Kollagen – das „Gerüstprotein“ der Haut – ist entscheidend für Spannkraft und Elastizität. Wer zu wenig schläft, produziert weniger davon. Schon nach drei Nächten mit Schlafmangel wirkt die Haut fahler, dünner und reagiert empfindlicher auf

dungen und Hautunreinheiten fördern kann. Schlaf gilt somit auch als das natürlichste Anti-Aging-Mittel, das wir haben. Kosmetika können nur an der Oberfläche wirken – aber die wahre Regeneration passiert eben in der Tiefe (der Nacht).

Schönheitsschlaf – Mythos oder Medizin? Der Begriff „Schönheitsschlaf“ ist somit auch alles andere als ein Märchen. Er hat handfeste Wurzeln: Schon im 17. Jahrhundert empfahlen Hofdamen am französischen Königshof, stets „mit der Sonne zu ruhen“, um einen frischen Teint zu bewahren. Heute belegen Studien, was Marie-Antoinette intuitiv wusste: Menschen, die regelmäßig sieben bis acht Stunden schlafen, werden von anderen als attraktiver, gesünder und sympathischer wahrgenommen. Eine schwedische Untersuchung von 2010 zeigte, dass Schlafmangel das Gesicht sichtbar verändert: geschwollene Augenlider, blasse Haut, hängende Mundwinkel. Schon nach einer durchwachten Nacht wirkte die Testgruppe um Jahre älter. Schlaf, so die Forscher, ist damit der sichtbarste Schönheitsfaktor

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Wer gut schläft, sieht nicht nur erholter aus. Er ist es auch. Doch in einer Welt, in der Selbstoptimierung zum Lebensstil geworden ist, wird Schlaf oft als Zeitverschwendung missverstanden. Dabei könnte er die wirksamste Beauty-Routine überhaupt sein – ganz ohne Cremes, Seren oder Filter. Während wir schlafen, läuft ein hochkomplexes Reparaturprogramm ab. Zwischen 23 Uhr und 3 Uhr nachts arbeitet der Körper auf Hochtouren: Zellen werden erneuert, Hormone ausgeschüttet, und die Haut bekommt ihre tägliche Frischzellenkur.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Zusätzlich zur ausreichenden Schlafmenge gibt es einige Mittel, mit denen sich Haut und Haare über Nacht intensiv pflegen und verwöhnen lassen. Wie wäre es etwa mit einer feuchtigkeitsspendenden Overnight-Maske? Für die Herren der Schöpfung empfiehlt sich einfach eine regenerierende Nachtcreme. Auch die richtige Bettwäsche kann Ihre nächtliche Beauty-Routine unterstützen. Vermeiden Sie Kissenbezüge und Oberbetten aus Baumwolle. Stattdessen sollten Sie auf Materialien wie Bambus-Seide, Leinen oder Eukalyptusfasern setzen. Die Stoffe

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entziehen Haut und Haaren keine Feuchtigkeit und sorgen so für weitaus weniger Faltenbildung und Haarbruch.

So wird die Nachtruhe zur wertvollen Beauty-Routine Der Schlaf an sich sollte schon eine Wohltat sein. Doch um ihn zum echten WellnessErlebnis zu machen, lassen sich einige Tricks anwenden und entsprechende

Maßnahmen ergreifen. Hören Sie dafür zuallererst tief in sich hinein und seien Sie gerade in der Zeit vorm Schlafengehen besonders gut zu sich selbst. Vermeiden Sie Bildschirme und stressige Aktivitäten. Stattdessen können Sie Entspannungstechniken wie Lesen, sanfte Dehn- oder Atemübungen etablieren. Achten Sie am Abend auch generell auf Ihre Ernährung und trinken Sie ausreichend Wasser. Auf schwere Mahlzeiten und übermäßigen Alkohol- und Koffeinkonsum gilt es in jedem Fall zu verzichten und lieber leichte Kost zu genießen. © TanyaJoy_shutterstock.com

überhaupt. Die moderne Lebensweise ist dazu ein echter Feind des Schönheitsschlafs. Blaulicht von Bildschirmen, späte Mahlzeiten, Stress und künstliche Beleuchtung verschieben unseren inneren Rhythmus. Die Folge: Der Körper produziert weniger Melatonin, die Schlafqualität sinkt – und mit ihr die Hautqualität.


Achten Sie auf eine bequeme Matratze, angenehme Raumtemperatur und Dunkelheit im Schlafzimmer. Denken Sie daran, dass Schlafbedürfnisse individuell variieren können. Zahlreiche Düfte können den Wellness-Schlaf unterstützen. Lavendel, Zitrone oder Jasmin sorgen mit ihrem frischen Duft für Wohlbefinden.

Verteilen lassen sich die Düfte etwa mit Diffusern, per Pillowspray oder mithilfe eines Öl-Lämpchens. Die schönste Hautpflege beginnt also nicht im Badezimmer, sondern im Bett. Wer schläft, pflegt sich. Und wer sich pflegt, darf endlich ruhen. So gilt auch unter Experten: Schlaf ist die sanfteste und zugleich effektivste Kosmetik der Welt.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Der Körper schüttet so Serotonin aus, welches zu Melatonin umgewandelt wird. Das Schlafhormon lässt einen schneller ein- und tiefer durchschlafen.

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Mareike Adomat Schlafcoach und Wechseljahreberaterin

Gesundheit & Wohlbefinden

Schlaf in den Wechseljahren

• Sportwissenschaftlerin (B.Sc.) • Prävention und Gesundheitsmanagerin (M.A.) mit den Schwerpunkten Stressmanagement und BGM • Referentin im Betrieblichen Gesundheitsmanagement • Weiterbildungen als Entspannungstrainerin, Schlafcoach, Onlineschlafberatung und Wechseljahreberaterin

Die Wechseljahre beschreiben eine lebensverändernde Phase bei Frauen zwischen etwa dem 40. und 65. Lebensjahr. Wie jede Lebensphase bringt auch diese Zeit unterschiedliche Herausforderungen mit sich.

Durch das Heranwachsen der Kinder, die Pflege der Eltern oder Schwiegereltern, Veränderungen in der Partnerschaft oder die berufliche Weiterentwicklung entstehen verschiedenste Einflüsse auf den Alltag und das eigene Wohlbefinden. Gleichzeitig befindet sich auch der Körper durch hormonelle Veränderungen im Wandel und beendet über einen Zeitraum von mehreren Jahren die fruchtbare Lebensphase. 40 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

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Gründerin von MenoSleep® • Schlafcoaching und Wechseljahreberatung • Unternehmensberatung und BGM-Maßnahmen zum Schlaf und Wechseljahre

Dennoch stehen die Wechseljahre nicht nur für Veränderung, sondern für viele Frauen auch für einen Neubeginn. Eine Zeit, in der die eigenen Bedürfnisse, die Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden wieder mehr in den Mittelpunkt rücken dürfen. Ausgeglichenheit, persönliche Erfahrungen und ein neues Selbstwertgefühl werden zur echten Stärke. Die einzelnen Phasen der Wechseljahre werden jedoch auch von unterschied-

lichsten Beschwerden begleitet, die das innere Gleichgewicht zunächst aus der Balance bringen und insbesondere den Schlaf beeinflussen können. Neben Schlafstörungen wie Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrom oder Insomnie, die in dieser Lebensphase häufiger auftreten, sind es vor allem allgemeine Schlafprobleme, die vielen Frauen täglich Erholung und Energie rauben.


Gesundheit & Wohlbefinden

Dieser Kreislauf wird häufig zusätzlich durch Symptome wie Hitzewallungen und Nachtschweiß, häufigeren Harndrang, Muskel- und Gelenkbeschwerden am Morgen oder das typische Gedankengrübeln zwischen 2 und 4 Uhr nachts verstärkt. Die Ursachen dafür könnten vielfältiger kaum sein. Umso wichtiger ist es für Frauen in den Wechseljahren, Schlafprobleme ernst zu nehmen und den möglichen Auslösern auf den Grund zu gehen. Viele Frauen neigen dazu, unterschiedlichste Tipps und Hacks auszuprobieren, Supplements einzunehmen oder neue Gadgets zu kaufen, die jedoch oft nicht das eigentliche Schlafproblem lösen. „Augen zu und durch“ funktioniert in den Wechseljahren meist nicht wirklich, denn genau dieses permanente Funktionieren kostet auf Dauer Energie und wertvolle

Erholung im Schlaf. Während am Tag versucht wird, das Kartenhaus aufrechtzuerhalten, sind nachts die Augen plötzlich offen und die Gedanken beginnen zu kreisen. Deshalb empfehle ich als Schlafcoach und Wechseljahreberaterin, sich bewusst mit dem Schlaf und den Veränderungen in den Wechseljahren auseinanderzusetzen und zunächst die Ursachen zu verstehen. Sonst wirkt der Schlafmangel wie ein Verstärker für alle anderen Beschwerden.

Ein erster wichtiger Schritt ist deshalb, die Wechseljahre und die Prozesse im Körper besser zu verstehen. Hauptakteure sind dabei die beiden weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Bereits ab etwa Anfang 40 beginnt Progesteron langsam abzunehmen. Dieses Hormon wirkt unter anderem beruhigend, entspannend und schlaffördernd. Schlafprobleme können deshalb besonders zu Beginn der Wechseljahre häufiger auftreten.

” Der gesunde Schlaf ist ein entscheidender Grundbaustein für Wohlbefinden, Energie und innere Balance in der Lebensmitte.“

„Die Begriffe ‚Menopause‘ und ‚Wechseljahre‘ werden oft synonym verwendet, meinen aber medizinisch nicht exakt dasselbe. Die Menopause bezeichnet den konkreten Zeitpunkt der letzten natürlichen Monatsblutung einer Frau. Medizinisch gilt die Menopause rückblickend als erreicht, wenn zwölf Monate lang keine Regelblutung mehr aufgetreten ist. Die sogenannten Wechseljahre hingegen beschreiben die gesamte Übergangsphase rund um die Menopause. Diese Phase kann mehrere Jahre dauern und umfasst hormonelle Veränderungen sowie mögliche Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen. Der medizinische Begriff dafür lautet ‚Klimakterium‘.“

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Symptome wie Hitzewallungen und Nachtschweiß beeinflussen den Schlaf.

Östrogen gilt dagegen als das eher aktivierende Hormon und unterstützt unter anderem die Schlafqualität und den Tiefschlaf. Der Schlaf wird im Laufe der Jahre zwar insgesamt leichter und störanfälliger, was jedoch nicht bedeutet, dass Frauen weniger Schlaf benötigen. Denn nicht nur der hormonelle Wandel kostet viel Energie, auch das Nervensystem braucht in dieser Lebensphase ausreichend Schlaf, um sich zu regulieren und Stress, Reize und emotionale Belastungen zu bewältigen. Die allgemeine Empfehlung liegt weiterhin bei etwa sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht, abhängig vom individuellen Schlafbedarf und Biorhythmus. Die wichtigste Nachricht ist jedoch: Schlafprobleme in den Wechseljahren müssen nicht einfach hingenommen werden. Mittlerweile gibt es so viele gute und wirksame Lösungsansätze, dass keine Frau in den Wechseljahren ihre Symptome einfach nur ertragen muss oder damit allein gelassen ist. 42 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

Was tun, wenn man nachts wach wird und die Gedanken nicht mehr zur Ruhe kommen? Wir alle kennen es, kurz wach geworden und schon werden aus einem kleinen Gedanken plötzlich Sorgen und Grübeleien. Schlaf? Fehlanzeige. Was wir in diesem Moment brauchen, ist eine klare Strategie, um das Nervensystem zu beruhigen, die Gedanken zu stoppen und einen Weg zurück in den Schlaf zu finden. In meinem digitalen SOS-Guide begleite ich Frauen mit einfachen und praktischen Übungen, die man direkt in der Nacht anwenden kann. Der SOS-Guide für Gedankenchaos und Grübeleien in der Nacht hilft Ihnen dabei mit passenden Methoden und einer klaren 3-Schritte-Anleitung, wenn • Sie nachts oder in den frühen Morgenstunden aufwachen und Mühe haben, zurück in den Schlaf zu finden; • sich manche Gedanken wie Nebel anfühlen oder andere erdrückend wirken, wie offene To-dos, Gespräche oder Sorgen; • Sie schon unzählige Tipps und Tricks ausprobiert haben, aber nichts hilft. Meine Empfehlung: Besonders in den Wechseljahren dürfen wir den Schlaf wieder als etwas Wohltuendes und Kraftspendendes erkennen und ihm eine höhere Priorität schenken. Sich selbst und den eigenen Schlaf mehr in den Mittelpunkt zu rücken sowie ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit dafür einzuplanen, bedeutet vor allem eines: mehr Energie, innere Ruhe und Lebensqualität im Alltag.


Gesundheit & Wohlbefinden

Fragen Sie sich zunächst einmal: Wie wohl fühlen Sie sich eigentlich in Ihrem Schlafzimmer? Viele Menschen brauchen zuerst Ordnung im Außen, um auch im Kopf wieder mehr Ruhe und Klarheit zu finden. Gerade nachts können ein aufgeräumtes Schlafzimmer, ein sortierter Kleiderschrank und eine ruhige Umgebung zu echtem Wohlbefinden beitragen. Gedanken, Sorgen und Grübeleien lassen sich häufig leichter sortieren, wenn auch unsere Umgebung ordentlich und sauber ist.

Bringen Sie neues Wohlbefinden in den Raum, indem Sie beispielsweise die Wände in einem sanften Farbton streichen oder Bilder aufhängen, die schöne Erinnerungen, Glücksmomente oder Urlaubsgefühle hervorrufen. Auch Pflanzen können das Raumgefühl positiv beeinflussen. Wichtig ist allerdings die richtige Auswahl. Gut geeignet sind beispielsweise luftreinigende Pflanzen wie Bogenhanf oder Aloe vera. Sie verbessern das Raumklima, kommen mit wenig Licht aus und können trockener

Heizungsluft entgegenwirken. Gedimmte und warme Lichtquellen können das Wohlbefinden vor dem Schlafengehen erhöhen. Sie schaffen einen sanften Übergang für den Biorhythmus und signalisieren dem Körper, dass jetzt Ruhe einkehren darf. Helles Deckenlicht oder grelle Bildschirme wirken dagegen häufig aktivierend und machen es schwerer, am Abend wirklich abzuschalten.

Wohlbefinden beginnt im Bett Kennen wir nicht alle dieses Gefühl, wenn man abends in einem frisch bezogenen Bett liegt? Genauso schön ist es doch, morgens aufzuwachen und sich direkt wohlzufühlen. Genau diese kleinen Wohlfühlmomente dürfen wir uns viel häufiger erlauben, besonders wenn man bedenkt, dass wir rund ein Drittel unseres Lebens im Bett verbringen.

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Während der Körper im Wandel ist, lohnt es sich oft, auch dem Schlafzimmer ein kleines Makeover zu verpassen und damit für mehr Klarheit und Struktur im Außen zu sorgen. Die Schlafumgebung zu verändern, kann ganz unterschiedlich aussehen und ist sowohl mit kleinem als auch größerem Budget möglich.

Wenn Sie etwas für Ihren Schlaf tun möchten, dann beginnen Sie damit, Ihr Schlafzimmer einmal gründlich aufzuräumen und auch die kleinen Ecken wieder bewusst wahrzunehmen. Was muss wirklich im Schlafzimmer stehen und wofür gibt es vielleicht bessere Lagermöglichkeiten? Wann haben Sie Ihren Kleiderschrank oder die Kisten in der Ecke zuletzt ausgemistet?

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Schlafzimmer neu gestalten

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Gesundheit & Wohlbefinden

Mindestens genauso wichtig wie frische Kleidung ist deshalb auch die Hygiene im Bett. Etwa alle ein bis zwei Wochen sollte die Bettwäsche gewechselt werden, bei Hitzewallungen und Nachtschweiß gerne auch häufiger. Auch Kopfkissen und Bettdecke sollten regelmäßig gereinigt werden, denn dort sammeln sich mit der Zeit Schweiß, Hautschuppen und Milben an.

Durch vermehrtes Schwitzen und hormonelle Veränderungen sollten Frauen in den Wechseljahren besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Ein großes Glas Wasser am Morgen

gleicht den Flüssigkeitsverlust der Nacht aus. Wasser oder ungesüßte Getränke sind dabei die beste Wahl, am besten immer griffbereit.

Ist die Matratze bereits älter, durchgelegen oder passt ergonomisch nicht mehr richtig zum veränderten Körper in den Wechseljahren, können Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen zusätzlich verstärkt werden. Dann lohnt es sich, über eine fachliche Beratung oder eine neue Matratze nachzudenken.

Kleine Dinge machen den Unterschied

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Es sind nicht immer nur die großen Veränderungen, sondern oft auch die kleinen Dinge, die unser Wohlbefinden steigern. Ein angenehmer Duft von Zirbenholz oder Lavendel, ein schön gemachtes Bett oder das bewusste Gefühl, dass das Schlafzimmer ein Ort der Ruhe und des Rückzugs ist. Denn wie wir in den Tag starten und wie wohl wir uns nachts fühlen, ist besonders in den Wechseljahren ein entscheidender Faktor für erholsamen Schlaf und neue Energie im Alltag.

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Tipps bei Hitzewallungen und Nachtschweiß

Hitzewallungen und Nachtschweiß gehören zu den häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren und können den Schlaf damit unterbrechen. Durch die vielen hormonellen Veränderungen passt sich auch die Regulation des Temperaturzentrums an. Dadurch reagieren viele Frauen empfindlicher auf Wärme, Stress oder Temperaturschwankungen.

3. Die richtigen Textilien wählen Achten Sie bei Ihrer Schlafkleidung auf atmungsaktive Stoffe wie Bambus oder Lyocell. Legen Sie sich am besten Wechselkleidung und ein Handtuch bereit,

damit Sie sich nach einem nächtlichen Schweißausbruch schnell wieder frisch fühlen können. Auch die Bettwäsche sollte Feuchtigkeit gut aufnehmen können. Eine fachliche Beratung kann helfen, die passenden Materialien für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden. 4. Abkühlung vor dem Schlafengehen Wechselduschen können Ihnen helfen, Ihren Körper besser an Temperaturschwankungen zu gewöhnen. Vor dem Schlafengehen kann eine lauwarme Dusche oder ein entspannendes Bad das Wohlbefinden steigern, das Nervensystem beruhigen und den Körper auf die Nacht vorbereiten. 5. Medizinische Unterstützung in Betracht ziehen Gerade bei Nachtschweiß und Hitzewallungen kann eine Hormonersatztherapie für viele Frauen eine große Erleichterung sein. Besprechen Sie deshalb gemeinsam mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen, welche medizinischen oder pflanzlichen Unterstützungsmöglichkeiten für Sie geeignet wären.

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1. Probieren Sie verschiedene Entspannungsmethoden aus Ein hoher Stresspegel kann Hitzewallungen nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht verstärken. Finden Sie deshalb für sich heraus, was Ihr Nervensystem beruhigt und Ihren Puls sowohl kurz- als auch langfristig senken kann. Besonders Atemübungen wie die 4-7-8-Atmung können hilfreich sein. Atmen Sie dafür 4 Sekunden lang ein, halten den Atem für 7 Sekunden an und atmen anschließend etwa 8 Sekunden langsam durch den Mund wieder aus. Wiederholen Sie dies einige Male, bis die Wallung wieder abflacht.

2. Vermeiden Sie scharfes Essen und Alkohol Scharfe Speisen und Alkohol können die Körpertemperatur erhöhen und Hitzewallungen verstärken. Dadurch kann es vor allem am Abend und in der Nacht schneller zu einem unangenehmen Wärmegefühl und häufigeren Schweißausbrüchen kommen. © Dagsmejan

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Gesundheit & Wohlbefinden

Wechselduschen können dir helfen, deinen Körper besser an Temperaturschwankungen zu Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 45 gewöhnen.


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Reisen & Erleben

Silberglanz trifft Smartphone: Warum Granfluencer mehr als nur ein TikTokTrend sind Von grauen Schläfen, goldenen Followerzahlen und der neuen Coolness des Alters 46 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

Wer je gedacht hat, dass Stilbewusstsein mit dem Alter vergeht, hat noch keinen Blick auf Instagram oder TikTok geworfen. Dort posieren heute Männer mit weißen Bärten und Damen mit Silberfrisuren zwischen Streetstyle, Haute Couture, Fitness und Selfcare-Tipps – und sie tun es mit einer Authentizität, die den Social-Media-Kosmos neu definiert. Und das nicht erst seit gestern.


Reisen & Erleben

Sie nennen sich selbst nicht immer so, aber die Welt kennt sie inzwischen als „Granfluencer“– eine Wortschöpfung aus Grandparents und Influencer. Das passt insofern, als es oft die Enkel aus der Gen Z sind, die die Oma oder den Opa ermutigen, sich in Szene zu setzen oder eben in Szene setzen zu lassen. So war es etwa bei Andrés García-Carro, mittlerweile 93 und innerhalb kürzester Zeit als „The Spanish King“ bekannt geworden. 2021 kam seine Enkelin und heutige Managerin Celine van Heel darauf, ihren stilbewussten Opa zum Model zu machen.

Techno Beats. Was ihn in seinem Heimatkiez Kreuzberg zu einem viel beschäftigten Mann macht. Und Krabbenhöft tanzt nicht allein: Auf TikTok wäre da beispielsweise die Amerikanerin Baddie Winkle mit Neonleggings und Botschaften wie „Stealing your man since 1928“. In Italien begeistert Greta Segerson mit femininer Vintage-Ästhetik, in Japan wird Silver Tetsuya als „Opa mit Street-Credibility“ gefeiert.

Zwischen Selfcare und Selbstbewusstsein Granfluencer brechen mit den gängigen Schönheitsidealen der Plattformen. Sie zeigen Falten, aber auch Kraft; sie stehen zu grauen Haaren, tragen sie aber mit Stolz und Stil. Ihre Stärke liegt in der Authentizität – etwas, das vielen jüngeren Influencern inzwischen fehlt.

Er fühle sich 30 Jahre jünger, seit sie gemeinsam Fotoshootings machen und die besten Bilder bei Instagram posten, sagt Andrés García-Carro. Der gebürtige Galicier kombiniert dazu klassische Herrenmode mit mediterraner Nonchalance. Mit perfekt sitzendem Leinenanzug, goldener Brille und charmantem Lächeln begeistert er zehntausende Follower weltweit. Rund die Hälfte davon im Alter seiner Enkelin. Und die lieben es, wenn der alte Mann tanzt, cool für die Kamera posiert und einfach nur das Leben genießt.

Swingende Senioren

Herzens.Lust-Autor Rüdiger Oberschür und Granfluencer Günther Krabbenhöft Anfang 2026 auf der Berlin Fashion Week

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Ein Name, der in Deutschland längst Kultstatus hat, ist Günther Krabbenhöft. Mit Hut, Hosenträgern und einer Eleganz, die an die 1920er erinnert, wurde der Berliner 2015 quasi über Nacht zur Streetstyle-Ikone. Seine Fotos gingen viral, internationale Modemagazine wie Vogue oder GQ berichteten über ihn, Talkshows luden ihn reihenweise ein. Krabbenhöft verkörpert, was viele Granfluencer ausmacht: Er steht für Haltung – modisch wie menschlich. Und er tanzt leidenschaftlich gerne – vor allem zu


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Reisen & Erleben

Sie nennen sich selbst nicht immer so, aber die Welt kennt sie inzwischen als „Granfluencer“– eine Wortschöpfung aus Grandparents und Influencer.

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Viele starten erst im Ruhestand mit Instagram. Was als Hobby begann, wird oft zur Mission: Zeig dich, wie du bist, egal wie alt du bist. Sie nutzen Social Media nicht nur, um Trends zu setzen, sondern um Altersbilder zu hinterfragen und zu verändern. Das hat gesellschaftliche Relevanz – gerade in einer Zeit, in der Jugend und Schönheit als Maßstab gelten.Granfluencer sind keine Randerscheinung mehr, sondern Teil einer globalen Bewegung.

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Sie inspirieren nicht nur Gleichaltrige, sondern auch die jüngere Generation, die genug hat von Filter-Perfektion. Marken haben das längst erkannt: Luxuslabels wie Gucci, Balenciaga oder Celine arbeiten gezielt mit älteren Models und Granfluencern zusammen, um Reife und Zeitlosigkeit als Teil ihrer Markenidentität zu inszenieren. Was die GranfluencerCommunity eint, ist ihre Botschaft: Alter ist keine Grenze, sondern ein Kapitel. Sie sprechen über Mode, Fitness, Reisen – aber auch über Akzeptanz, Körpergefühl und digitale Sichtbarkeit.

Die Generation 60+ ist online – und sie wird gehört. Laut einer Studie von Hootsuite nutzen über 40% der Menschen über 60 soziale Medien aktiv, Tendenz steigend. Sie posten aus Cafés in Paris, aus Ateliers in Tokio oder vom Wochenmarkt in Berlin. Sie stehen für Gelassenheit, Humor und Lebensfreude – und dafür, dass Stil keine Frage des Alters ist, sondern des Charakters. Granfluencer verändern nicht nur die Modewelt, sondern auch die gesellschaftliche Wahrnehmung von Alter. Zwischen Vintage-Charme, digitaler Kreativität und gelebter Authentizität entsteht ein neues Schönheitsideal: das der gelebten Erfahrung. Oder, wie Günther Krabbenhöft einmal sagte: „Alt sein ist keine Entschuldigung, langweilig zu sein.“

Granfluencer brechen mit den gängigen Schönheitsidealen der Plattformen. Sie zeigen Falten, aber auch Kraft; sie stehen zu grauen Haaren, tragen sie aber mit Stolz und Stil.

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Schottland für aktive Entdecker Viel mehr als Whisky, Highlands und Loch Ness

Die Weltenbummler Sabine und Thomas auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer.

Schottland ist ein Reiseziel für Individualisten, wo raue Wildnis auf puren Genuss trifft. Hoch im Norden von Großbritannien ist es für viele ein echtes Sehnsuchtsziel. Wer an die herben Highlands, die mystischen Lochs und die geschichtsträchtigen Burgen denkt, hat oft Bilder von einsamen Wanderern im Regen oder vollbesetzten Reisebussen vor Augen. Doch das Land mit seiner einzigartigen, ausdruckstarken Landschaft hat sich neu erfunden – besonders für die Zielgruppe der sogenannten Best Ager, die das Leben in vollen Zügen genießen möchten. Wer fit und neugierig ist, aber den Komfort einer gut geplanten Reise schätzt, findet in Schottland die perfekte Balance aus sanftem Abenteuer, reicher Kultur und kulinarischen Entdeckungen. 50 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

Das Geheimnis einer gelungenen Schottlandreise in den besten Jahren liegt im bewussten Entschleunigen. Statt der klassischen, oft überlaufenen „MustSees“ wie der Isle of Skye im Schnelldurchlauf setzt der moderne Trend auf das sogenannte „Slow Travel“. Weniger kann bekanntlich oftmals mehr sein! Das bedeutet konkret, den Mut zur Lücke bei touristisch überlaufenen Hotspots zeigen und dafür lieber an weiteren schönen Plätzen, die noch nicht so stark in den Sog des internationalen Tourismus geraten sind, länger verweilen, die Landschaft tief in sich aufnehmen und Schottland mit allen Sinnen erleben.

Ein gelungener Start: Die schottische Hauptstadt Edinburgh Jede Reise beginnt idealerweise in der schottischen Hauptstadt. Hier begegnet den Besuchern Kultur und Eleganz auf kurzen Wegen. Edinburgh verbindet das mittelalterliche Flair der Old Town nahtlos mit der georgianischen Eleganz der New Town. Besucher schätzen hier bei einem ausgiebigen Stadtentdeckungsbummel, dass viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten nah beieinanderliegen. Ein Spaziergang über die berühmte Royal Mile, die legendäre Flanierstraße Edinburghs, führt direkt zum Edinburgh

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Reisen & Erleben


Castle, das majestätisch auf einem erloschenen Vulkan thront. Ein hilfreicher Tipp für diejenigen, die den steilen Aufstieg meiden möchten, sind die gut ausgebauten barrierefreien Zugänge. Als stilechte Transportmittel dienen auch die traditionellen Black Cabs, die einen bis zum oberen Schlosshof fahren.

Restaurants entwickelt. Hier liegt auch die Royal Yacht Britannia vor Anker. Die Besichtigung des einstigen schwimmenden Palastes der Queen gewährt Einblicke in den royalen Komfort auf Reisen und ist dank flacher Stege und Aufzüge ein rundum komfortables und hochspannendes Erlebnis.

Wer sich für das britische Königshaus interessiert, sollte den Palace of Holyroodhouse am anderen Ende der Meile besichtigen – die offizielle Residenz des Königs in Schottland beindruckt mit ihren prachtvollen Staatsgemächern und den sanft abfallenden Gartenanlagen, die sich wunderbar für einen entspannten Spaziergang eignen.

Hier schlägt das Herz der Highlands: Die Trossachs und Stirling

Abseits der royalen Pfade lockt das Viertel Leith. Das ehemalige Hafengebiet hat sich zu einem kulinarischen Hotspot mit exzellenten Seafood-

Verlässt man die Hauptstadt Richtung Norden, öffnet sich das Tor zu den Highlands. Die herbe und raue, aber auch gleichzeitig besonders eindrucksvolle und naturstarke Landschaft ist für die meisten Reisenden DER Inbegriff Schottlands. Für Besucher, die die Natur aktiv erleben, sich aber nicht verausgaben wollen, ist der Loch Lomond & The Trossachs Nationalpark ideal. Die Landschaft wird hier oft als „Schottland im Miniaturformat“ bezeichnet, wo sanfte Hügel auf tiefblaue Seen treffen. Statt anstrengender Bergwanderungen bietet sich eine der kürzeren, aber wunderschönen Rundwanderrouten des Trossachs Trail an, die wenig Kondition abverlangen und den Besucher in die Magie dieser Naturlandschaft eintauchen lassen. Auch eine Schifffahrt auf dem historischen Dampfschiff Sir Walter Scott auf dem Loch Katrine ist ein Erlebnis. Man gleitet lautlos durch das Wasser, umgeben von den bewaldeten Hängen der Highlands, und genießt an Bord einen traditionellen Cream Tea mit Scones und Clotted Cream. Nur einen Steinwurf entfernt liegt die historische Stadt Stirling. Ihr Schloss, Stirling Castle, steht dem in Edinburgh in nichts nach, ist jedoch oft flacher und daher entspannter zu erkunden. Die interaktiven Ausstellungen und die kostümierten Guides erwecken die Geschichte von Maria Stuart und William Wallace zum Leben.

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Reisen & Erleben

Whisky und die berühmten Tartan-Muster – zwei echte Originale

Kulinarische Entdeckungen: Der „Whisky Trail“ und regionale Küche Schottland bereisen bedeutet auch, Schottland zu schmecken. Wer entschleunigt seine Reise mit allen Sinnen genießen möchte, der schätzt auch Qualität, und die schottische Gastronomie hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht. Es geht nicht mehr nur um die schottische Spezialität Haggis, den herzhaft schmeckenden, gefüllten Schafsmagen, der vielleicht den ein oder anderen etwas zusammenzucken lässt, sondern um fangfrischen Fisch, erstklassiges Aberdeen-AngusRind und handgemachten Käse. Ein absolutes Highlight für Genießer ist ein Ausflug in das Tal des Spey-Flusses – die Speyside. Hier befindet sich das Zentrum der schottischen Whisky-Produktion. Viele der traditionsreichen Destillerien wie Glenfiddich oder The Macallan haben sich stark auf anspruchsvolle BeAusgabe 26/27 | HERZENS.LUST 51

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Reisen & Erleben

sucher eingestellt. Sie bieten exklusive Tastings und Führungen an, bei denen man nicht nur den feinen Single Malt verkostet, sondern tief in das Handwerk und die Familiengeschichten hinter den Brennblasen eintaucht. Viele Touren sind so konzipiert, dass sie gemütlich im Sitzen stattfinden oder nur kurze Gehwege erfordern.

Maritim, verträumt und romantisch: Das Königreich Fife Wer den großen Touristenströmen entgehen möchte, lenkt sein Fahrzeug – oder bucht eine geführte Kleingruppenreise – ins einstige Königreich Fife an der Ostküste. Das malerische Städtchen St. Andrews ist weltbekannt als die Wiege des Golfsports. Doch auch Nicht-Golfer verlieben sich sofort in den Ort. Die Ruinen der Kathedrale direkt am Meer und die historische Universität strahlen eine tiefe Ruhe aus. Die Wege sind flach, der Wind bringt frische Seeluft und die Cafés laden zum Verweilen ein.

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Ein ursprüngliches, wildes Original – das Schottische Hochlandrind

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Südlich davon liegen die Fischerdörfer des East Neuk, wie Anstruther oder Crail. Die bunten Steinhäuser drängen sich um die winzigen Häfen, in denen noch heute die Fischer ihren täglichen Fang anlanden. Ein Spaziergang entlang der Hafenmauer, dazu die angeblich besten Fish and Chips des Landes direkt auf der Hand – das ist die unaufgeregte, authentische Romantik, die Genussreisende schätzen.

Schottland ist kein Land, das man im Schnelldurchlauf erleben sollte. Es ist ein Land, das man atmen, schmecken und in Ruhe entdecken muss. Für genussorientierte Aktivurlauber im besten Alter bietet es genau die richtige Mischung: genug Abenteuer, um den eigenen Entdeckergeist zu wecken, und genug Kultur und Komfort, um sich rundum wohlzufühlen.

Praktische Tipps für eine relaxte Reise Damit die Reise von der ersten Minute an entspannt bleibt, sollten drei goldene Regeln beachtet werden: Die passende Reiseart: Wer den Linksverkehr scheut, muss nicht verzichten. Der Trend geht ganz klar zu geführten Kleingruppenreisen (maximal 8–16 Personen) im komfortablen Minibus. Das garantiert Flexibilität, persönliche Betreuung durch den Reiseleiter und schont die Nerven. Die richtige Unterkunft: Schottland ist berühmt für seine Historic Hotels und liebevoll geführten Bed & Breakfasts. Bei der Buchung sollte darauf geachtet werden, ob historische Gebäude über Aufzüge verfügen, da die Treppen in alten Herrenhäusern oft steil sind. Viele Hotels bieten heute im Erdgeschoss barrierefreie „Accessible Rooms“ mit hohem Komfort.


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Zum imposanten „Pink Palace“ gehört der 16 haKulinarik große historische & Genuss Garten.

Die beste Reisezeit: Der Mai und der September sind die idealen Monate für Best Ager. Das Wetter ist oft stabiler und trockener als im Hochsommer, die Landschaft erstrahlt in sattem Grün oder goldenem HerbstGinsterton, und vor allem: Die großen Reisebusse und Schulklassen sind noch nicht oder nicht mehr unterwegs. „3 Must-haves im Koffer“: Eine gute Regenjacke, denn an einem Tag kann mitunter das Wetter alle vier Jahreszeiten spielen. Dazu festes Schuhwerk mit Profil für den Lauf auf Kopfsteinpflaster. Und eine Kreditkarte, da Schottland fast komplett bargeldlos funktioniert.

Crathes Castle & Gardens (Aberdeenshire) Ein prachtvoller ummauerter Garten um das Turmschloss aus dem 16. Jh., bestehend aus acht eigenständigen Bereichen. Besonders: riesige wellenförmig geschnittene Eibenhecken, die bereits um 1700 gepflanzt wurden. www.nts.org.uk Drumlanrig Castle & Gardens (Dumfries & Galloway) Zum imposanten „Pink Palace“ gehört der 16 ha große historische Garten. Ein Traum für Ästheten, mit akkurat gestalteten Barockgärten und langen Terrassen-

Extra Reise-Tipp:

Botanical Garden Edinburgh Ein „Must see“ für jeden, der die Hauptstadt besucht. 28 ha groß erstreckt er sich mitten in der Stadt und bietet einen der artenreichsten botanischen Gärten weltweit. Besonders: der Blick vom Hügel des Gartens auf die Skyline und Edinburgh Castle. www.rbge.org.uk

Eldorado für Pflanzenliebhaber – der Botanical Garden in Edinburgh © Makhh_shutterstock.com

Schottland für Gartenliebhaber Durch den Golfstrom herrscht an der Westküste ein überraschend mildes Klima, während an der Süd- und Ostküste historische Anwesen mit teils Jahrhunderte alter Gartenkunst aufwarten. Einige besonders schöne Gärten sind:

wegen sowie prächtigen Blumenrabatten. Besonders: filigrane viktorianische Gewächshäuser und der 183 m lange Long Terrace Walk. www.drumlanrigcastle.co.uk

Inverewe Garden Dank des warmen Golfstroms wachsen hier zahlreiche Exoten, obwohl der Garten auf demselben Breitengrad wie Moskau liegt. Besonders: ein Dschungel aus Mammut- und Eukalyptusbäumen sowie Rhododendren. www.nts.org.uk Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 53


Reisen & Erleben

Tracht ist schon lange aus dem Schatten der Folklore getreten. Dirndl, Lederhose und Janker bewegen sich heute selbstbewusst zwischen Herkunft und High Fashion, Tradition und urbanem Flair – auch über die spätsommerliche Volksfestsaison hinaus. Auf „Wiesn“ und „Wasen“ wird dieser Trend ebenso gut sichtbar wie auf manch gediegener Flaniermeile oder Soirée, in Gasthäusern, Restaurants und Biergärten. Der Alpenraum bleibt dabei das Epizentrum und München – zumindest auf deutscher Seite – die prägende Stilmetropole.

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HEINZELSTUECK_©KatjanaFrisch

Trachten heute – moderne Lust an Herkunft und Tradition


Kulinarik & Genuss

Spätsommerliches Licht liegt über der Theresienwiese. Maßkrüge klirren, das Rascheln von Baumwolle und Seide ist trotz Stimmengewirr und der zahlreichen Nebengeräusche immer wieder kurz zu hören. Inmitten des ganzen Trubels: das Comeback des Dirndls. Das traditionelle Damen-Outfit ist zurück, aber natürlich neu und völlig anders. Es hat sich in letzten Jahren radikal gewandelt. Weg vom Klischee, hin zu einem Kleidungsstück, das genauso selbstverständlich bei einem Dinner in München oder auf einer Hochzeit in Kitzbühel getragen werden kann. Viele Modelle erscheinen in minimalistischen Farbpaletten, mit reduzierten Schnitten oder als beinahe Couture-hafte Einzelstücke. Tracht als „Fashion Statement“, das bewusst zwischen Tradition und Moderne balanciert.

Je nach Tracht ist es mal praktisch, einfach und bodenständig. Oder eben auch mal chic, elegant und natürlich auch mal sexy. Im Prinzip gibt eigentlich ein Dirndl für jede Gelegenheit. Es gilt längst als ganzjährige Stiloption. Junge Labels wie Kinga Mathe stehen exemplarisch für diese Entwicklung: luxuriöse Materialien, präzise Schnitte und ein Gespür für moderne Weiblichkeit prägen die Kollektionen der 1980 in Ungarn geborenen Designerin, die ihr Trachten-Label 2007 in Stuttgart gegründet hat. Sie verbindet traditionelle Silhouetten mit zeitgenössischer Eleganz – ein Ansatz, der Tracht in den Kontext internationaler Mode rückt. Gerade hat die Designerin einen zweiten Münchener Store im angesagten Glockenbachviertel eröffnet. Der Trachten-Boom sei ungebrochen: „Das haben die Brautsaison und nun das Frühlingsfest gezeigt. Und bald geht es mit der Wiesn los.“ Für 2026 hat sie auch einige Trends parat: Die Damen können auf die Trendfarbe Pastellgelb vertrauen. Bei den Herren seien es Blautöne – von Himmelblau über Türkis bis hin zu Dunkelblau.

© KingaMatheEDITION

Vom Brauch zur Branche

Auf die Frage, ob es bei den Männern denn Nachholbedarf in Sachen Tracht gebe, nickt sie und schmunzelt: „Auf jeden Fall! Die Männer dürfen ruhig öfter mal über den Tellerrand schauen. Ein echtes No-Go sind für mich persönlich diese knöchellangen Lederhosen mit Latz vorne – die finde ich total unsexy. Wir setzen auf Alltagstauglichkeit und zum Beispiel auf Bermudas aus Ziegenleder. Die kann man wunderbar bei einem Sonntagsausflug an den See tragen, kombiniert mit Shirt und Slippern.“

Und was ist neben Pastellgelb bei den Damen angesagt? „Ich habe Kleider entwickelt, die man auch völlig losgelöst von der Tracht tragen kann. Unser Modell ‚Veronika‘ zum Beispiel: Es hat einen leichten Dirndl-Schnitt, ist aber so cool interpretiert, dass man es überall auf der Welt tragen kann – sogar am Strand in Südfrankreich. Es ist diese Mischung aus Tradition, Leinen und modernem Design, die auch Frauen anspricht, die sonst vielleicht gar nichts mit Tracht am Hut haben.“ Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 55


Kulinarik & Genuss

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„echte“ Tracht aus? Ist es das Material, die Herstellung, die Trageweise – oder die Haltung dahinter?

Aktuell hat die Designerin noch ein weiteres großes Herzensprojekt, das sie in diesem oder im kommenden Jahr noch realisieren will: „Eine exklusive Couture-Kollektion. Diese Linie steht für viel Handarbeit und hochwertige Materialien wie feinste Seide“, erklärt Mathe. „Das Besondere ist ein Baukastensystem, bei dem sich die Kundin bzw. der Kunde das „Wow-Outfit“ individuell zusammenstellen kann – bis hin zu den stoffbezogenen Knöpfen.“

In Südtirol wiederum interpretiert Luis Trenker alpine Bekleidung als luxuriöse Ready-to-wear-Kollektion mit internationalem Anspruch. Traditionshäuser wie Angermaier sorgen gleichzeitig dafür, dass klassische Formen und handwerkliche Standards erhalten bleiben. Und mit Marken wie Windsor findet Tracht sogar Eingang in die gehobene Business- und Abendmode – etwa in Form trachteninspirierter Schnitte oder Stoffe. So entstehen Looks, die Tradition neu denken.

Zwischen Alpenflair und Laufsteg

Tracht als kulturelle Praxis

Auch Kooperationen mit globalen Marken zeigen, wie anschlussfähig Trachtenmode geworden ist. So entstanden bei Kinga Mathe in den vergangenen Jahren etwa gemeinsame Kollektionen mit Hugo Boss, die das Dirndl in einen eleganten, urbanen Kontext überführen. Neben Kinga Mathe prägen zahlreiche Labels aus dem Alpenraum die zeitgenössische Trachtenmode. Das österreichische Unternehmen Sportalm steht für sportlich-elegante Looks, die traditionelle Elemente mit alpinem Lifestyle verbinden.

Mit der Popularität wächst allerdings auch die Kritik. Wenn internationale Streetwear-Marken Dirndl als reines Trendobjekt nutzen, droht die Entleerung kultureller Bedeutung. Experimente mit Hightech-Materialien oder auffälligen Logos zeigten, wie schnell aus einem Traditionskleid ein modisches Gimmick werden kann. Darauf wies bereits die Tageszeitung „Die Welt“ hin. Die Spannung zwischen Authentizität und Kommerz sei zentral für die heutige Trachtenmode. So lautet die Frage: Was macht

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Hier setzt die Forschung von Simone Egger vom Institut für Kulturanalyse an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt an. Egger versteht Tracht nicht als statisches Relikt, sondern als lebendige kulturelle Praxis. Sie betont, dass Tracht immer schon Veränderungen unterworfen war und sich an gesellschaftliche Entwicklungen angepasst hat. In diesem Sinne sei auch die heutige Mode kein Bruch mit der Tradition, sondern deren Fortsetzung mit anderen Mitteln. Entscheidend sei weniger die Frage nach „Original“ oder „Fälschung“, sondern wie bewusst und reflektiert Tracht getragen werde. Tracht könne sowohl Ausdruck von Heimatverbundenheit als auch von Individualität sein. Gerade in urbanen Kontexten werde sie zunehmend als Stilmittel genutzt, das Herkunft neu interpretiert.

Neue Zielgruppen, Anlässe und Kombinationen Auffällig bleibe, dass Tracht längst nicht mehr nur zu Volksfesten getragen wird. Hochzeiten, Business-Events oder gesellschaftliche Empfänge bieten neue Bühnen. Designer reagieren darauf mit vielseitigen Kollektionen: Dirndl in reduzierten Farben für den Alltag, luxuriöse Varianten für den Abend, hybride Looks zwischen Tracht und moderner Mode. Auch die Zielgruppen haben sich erweitert. Neben klassischen Trachtenkäufern interessieren sich zunehmend junge, modeaffine Menschen für Dirndl und Lederhose – oft ohne direkten Bezug zur alpinen Herkunft. Für sie ist Tracht weniger Tradition als vielmehr Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls: authentisch, hochwertig, individuell.


Diese neue Freiheit zeigt sich vor allem im Styling. Dirndl werden mit Sneakern kombiniert, Lederhosen mit feinen Strickteilen oder minimalistischen Hemden. Die Grenzen zwischen Tracht und Ready-towear verschwimmen zunehmend. Auch Männer entdecken die Tracht neu. Statt rustikaler Folklore dominieren heute schlanke Schnitte, hochwertige Materialien und subtile Details. Die Lederhose wird zum Statement-Piece, das genauso gut in einem modernen Gesamtlook funktioniert wie im traditionellen Ensemble.

Handwerk trifft Nachhaltigkeit

Gegenwart als Zukunft der Tracht

Ein weiterer Trend ist die Rückbesinnung auf Qualität und Nachhaltigkeit. Viele Hersteller produzieren bewusst in Europa und setzen auf langlebige Materialien sowie traditionelle Fertigungstechniken. Gerade im Premiumsegment wird Tracht als Gegenentwurf zur „Wegwerfmode“ als Slow Fashion positioniert. So auch beim Label Heinzelstück mit Sitz am Starnberger See. Gründerin Julia Leyendecker hat sich als leidenschaftliche Vertreterin ihres Handwerks und Botschafterin für ein neues Qualitätsverständnis einen Namen gemacht. Ihre Kundschaft soll die Handwerkskunst und die sorgfältige Detailarbeit spüren, die hinter einem perfekt sitzenden Kleidungsstück stehen.

Tracht war einst Ausdruck regionaler Identität, sozialer Zugehörigkeit und handwerklicher Tradition. Heute ist sie zugleich Kulturgut und Wirtschaftsfaktor im Spannungsfeld – von Brauchtum und Branding, zwischen Handwerk und High Fashion. Sie lebt von ihrer Geschichte, aber auch von ihrer Wandlungsfähigkeit. Vielleicht liegt gerade darin ihr Erfolgsgeheimnis: Tracht ist nicht stehen geblie-

Für ihre „Heinzelstücke“ wählt die Designerin beispielsweise schweres, seidenweiches Leinen, gewebt in Österreich. In gedeckten Tönen wirkt dieses Material noch hochwertiger und lässt sich problemlos mit den tiefen Farben der Schürzenstoffe kombinieren. Bei ihren Entwürfen lässt sich Leyendecker von der Schlichtheit der Tracht leiten und fokussiert sich ganz auf Schnitt und ein harmonisches Farbenspiel. Dabei interpretiert sie traditionelle Elemente auf moderne Weise neu. Die neueste Sommerkollektion des Labels trägt den passenden Titel „Trachten mal anders“. Florale Muster verleihen den Designs eine frische, lebendige Note, während klare Schnitte eine zeitlose und elegante Silhouette schaffen. Highlights der Kollektion sind ein bunter Brokatrock mit Blumen in klaren Primärfarben, Dirndlkleider im Ton-in-Ton-Look mit passenden Gürteln sowie Glockenröcke aus Jeans.

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Reisen & Erleben

ben. Sie hat sich geöffnet, transformiert und neu erfunden. Und genau deshalb ist sie aktueller denn je. Oder, um es mit irgendwo zwischen Wiesn und Wasen aufgefangenen Worten zu sagen: „Ich liebe Tracht. Darin sieht man immer gut gekleidet aus.“ Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 57 © Wlad74_shutterstock.com


Komfort & Wohnen

Küchen mit Stil – flexibel geplant, funktional umgesetzt Die Anforderungen an moderne Küchen sind so unterschiedlich wie die Antworten, die darauf gegeben werden. Platzsparende Designs, offene Raumentwürfe, ausgeklügelte Stauraumlösungen, gehobene Funktionalität und nicht zuletzt die ästhetische Gestaltung, in der sich der gesamte Charakter der Küche wiederfindet, sorgen für ganzheitliches Design, das alle Ansprüche erfüllt. Es schafft eine einheitliche Atmosphäre, die in sich konsistent und stimmig ist – wie eine eigene Welt, die nicht hinterfragt wird, sondern die sich einfach natürlich anfühlt. 58 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27


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„Ich liebe Stauraumlösungen, die Struktur schaffen.

„

Intelligent durchdacht: Der praktische Ansatztisch erweitert die Kücheninsel auf smarte Weise und schafft zusätzliche Arbeitsfläche oder kann auch als einladender Essbereich genutzt werden. So greifen Funktion und Stil optimal ineinander.

Komfort & Wohnen

In meiner Küche zählt jeder Handgriff. Alles was ich zum Kochen und Backen brauche, muss genau dort sein, wo ich es erwarte. Ich liebe die Stauraumlösungen von nobilia, weil sie durchdacht sind, für Ordnung und Klarheit sorgen und mir so die Arbeit spürbar erleichtern.

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Komfort & Wohnen

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Das Hauptaugenmerk bei der funktionalen Planung einer Küche liegt sicherlich auf dem Thema Stauraum. Hängeschränke sind multifunktionale Möbelstücke, die richtig eingesetzt nicht nur viel Platz für Geschirr und Kochutensilien bieten, sondern über Beleuchtungsoptionen und dekorativ genutzt einen wichtigen ästhetischen Einfluss auf das Küchendesign haben. Mit LED-Leuchten versehen sorgen sie beispielsweise für gute Lichtverhältnisse auf der Arbeitsplatte, setzen aber auch die in ihnen verwahrten

Gegenstände gekonnt in Szene. Ob mit Einlegeböden und verspiegelten Rückseiten versehen, mit Schubladen oder der Tip-on-Mechanik ausgestattet, mit Falt- oder Schiebetüren, Oberschränke sind individuell in ihrem optischen Design und ihrer Funktionalität zusammenstellbar und bieten für alle Anforderungen die passende Lösung. FurnSpin ermöglicht mit einer einzigartigen Dreh-Schwenkbewegung, dass sich der Unterschrank komplett um die eigene Achse drehen kann. Innen wird außen und umgekehrt.“

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An Ort und Stelle


Komfort & Wohnen

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Gerade bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln und Vorräten ist es besonders wichtig, den Überblick zu behalten. Hierfür schaffen funktionale Auszüge, offene Regalfächer, schmale Hochschränke oder auch eine versteckte Kaffeenische zusätz-

Sollen auch Waschmaschine, Bügelbrett und Co. einen geeigneten Ort finden, ist ein Vorratsraum oftmals zu klein gedacht. Mit einem Hauswirtschaftsraum erweitert sich die Funktionalität des vorgesehenen Raumes und er wird zur Schaltzentrale des gesamten Hauses. Der Hauswirtschaftsraum trägt in seiner Funktion zur Wohnlichkeit und Strukturiertheit der Küche bei. Hier finden sich separate Zonen zum Waschen, Trocknen, Bügeln oder Lagern von Lebensmitteln. Ausreichend Schränke, Regale und Schubladen lassen alle Utensilien und Putzmittel verschwinden, sodass ein aufgeräumter Eindruck entsteht und nur das Wesentliche sichtbar bleibt. Mit der Einbauhöhe der Geräte wurde auch auf die Ergonomie Rücksicht genommen und je nach Bedarf ausreichend Arbeitsfläche zum Hantieren geschaffen.

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Manchmal ist die bessere Lösung, ein Stauraum-Problem nicht vor Ort lösen zu müssen. Wenn die Raumaufteilung und Architektur es hergeben, ist ein zusätzlicher Raum für Vorräte oder aber auch raumnehmende Geräte wie die Waschmaschine oder die sogenannte Schmutzküche eine ideale Lösung. So kann der ruhige und bestimmte Charakter erzielt werden, weil sich hinter der Küchenwand ein Vorratsraum befindet, in den größere Kochutensilien, Getränke und andere Vorräte ausgelagert werden können.

lichen Stauraum und fügen sich dank des Designkonzepts nahtlos in das Gesamtbild von Küche und Wohnraum ein.

Das Hauptaugenmerk bei der funktionalen Planung einer Küche liegt sicherlich auf dem Thema Stauraum.

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Flexibles Raumwunder

Mit einem Hauswirtschaftsraum erweitert sich die Funktionalität des vorgesehenen Raumes und er wird zur Schaltzentrale des gesamten Hauses. Ausgabe 26/27 | HERZENS.LUST 61


Komfort & Wohnen

Hygge trifft Feng Shui –

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So zieht der Japandi-Stil ins Schlafzimmer ein

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Das eigene Zuhause wird immer mehr zum zentralen Rückzugsort, um zu entspannen und neue Energie zu tanken. Raum- und Einrichtungskonzepte, die für Ruhe und Harmonie sorgen, sind da besonders gefragt. Gerade deshalb liegt der Japandi-Stil im Trend. Skandinavisches Design trifft dabei auf die japanische Harmonielehre Feng Shui. Diese lässt sich problemlos auf alle Einrichtungsstile und Raumgrößen übertragen – auch auf das Schlafzimmer. 62 HERZENS.LUST | Ausgabe 26/27

Der Japandi-Stil vereint die schlichte Eleganz japanischer Wohnkultur mit der Gemütlichkeit des skandinavischen Designs. Im Mittelpunkt stehen Ruhe, Minimalismus und eine bewusste Reduktion auf das Wesentliche. Klare Linien, natürliche Materialien und eine zurückhaltende Farbpalette prägen diesen Einrichtungstrend, der besonders im Schlafzimmer seine volle Wirkung entfaltet. Ziel ist eine Umgebung, die Entspannung fördert und gleichzeitig stilvoll wirkt. Typisch für den Japandi-Stil sind helle, gedeckte Farben wie Beige, Creme, Grau oder sanfte Erdtöne, ergänzt durch dunkle Akzente in Schwarz oder Holz. Möbel wirken leicht und funktional, oft mit niedriger Bauweise, was an die japanische Wohntradition erinnert. Gleichzeitig sorgen skandinavische Elemente wie weiche Textilien und warme Holzarten für eine wohnliche Atmosphäre. Diese Kombination schafft ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Klarheit und Behaglichkeit.


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Vor diesem Hintergrund können Farbtupfer in natürlichen Nuancen auch mal kräftiger ausfallen. Besonders gut eignen sich Farben wie Grün oder Aubergine.

Ordnung spielt eine zentrale Rolle. Versteckter Stauraum und klare Strukturen helfen dabei, eine aufgeräumte Umgebung zu schaffen. Der Fokus liegt auf Qualität statt Quantität. Wer bewusst auswählt und auf natürliche Materialien setzt, schafft ein Schlafzimmer, das nicht nur modern wirkt, sondern auch langfristig für mehr Ruhe und Ausgeglichenheit sorgt.

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Im Schlafzimmer lässt sich der JapandiStil besonders einfach umsetzen. Ein schlichtes Bett aus Holz bildet die Basis, ergänzt durch hochwertige Bettwäsche in natürlichen Materialien wie Leinen oder Baumwolle. Wenige, gezielt platzierte Möbelstücke sorgen für Ruhe im Raum. Offene Flächen und eine reduzierte Dekoration unterstützen das entspannte Gesamtbild. Accessoires wie Keramikvasen, Papierlampen oder dezente Pflanzen setzen ruhige Akzente, ohne den Raum zu überladen.

Dazu setzen schwarze Details elegante Akzente, verleihen dem Raum eine angenehme Tiefe. Kombiniert wird das Farbspektrum mit hellem Holz wie im Skandi-Stil oder sehr dunklen Varianten, wie es in der japanischen Einrichtung Tradition hat.

Accessoires wie Keramikvasen, Papierlampen oder dezente Pflanzen setzen ruhige Akzente, ohne den Raum zu überladen.

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Stilvolle Symbiosen – unaufgeregte Formen

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Gesundheit & Wohlbefinden

Das Gewürzregal als Schlafapotheke Wie Zimt, Kurkuma, Rosmarin, Muskatnuss und Lavendel für Ruhe und Entspannung sorgen können

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Es ist spät geworden. Der Tag war lang, der Kopf ist voll, und doch findet der Schlaf keinen Weg. Viele greifen in solchen Momenten zum Smartphone, andere zur Schlaftablette. Nur wenige denken daran, dass die Lösung vielleicht schon im Gewürzregal wartet – zwischen Zimt, Kardamom und Muskatnuss. Denn Gewürze sind weit mehr als bloße Aromaträger. Sie sind kleine, konzentrierte Pflanzenkräfte, die seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin – von Indien bis in den Mittelmeerraum – für ihre beruhigende Wirkung bekannt sind. Doch was steckt wirklich dahinter? Lavendel etwa wird für seine schlaffördernden Eigenschaften geschätzt und deshalb auch in der Aromatherapie verwendet. Studien haben gezeigt, dass sein Duft die Schlafqualität verbessern

kann, indem er dazu beiträgt, tieferen Schlaf zu fördern. Lavendel kann dazu Herzschlag und Blutdruck senken, was seine beruhigende Wirkung unterstreicht. Anwenden lässt sich die Pflanze in getrockneter Form in einem Kissenbezug oder als Lavendelöl in einer Duftlampe.

Schmackhafte Booster für erholsamen Schlaf Rosmarin gilt nach neuesten Erkenntnissen als Booster für verbesserte Schlafqualität und konnte laut einer Studie sogar Angst- und Stresssymptomen entgegenwirken. Dabei galt die Pflanze bisher eher als anregend und konzentrationsfördernd, was sie eigentlich ungeeignet macht für das Reich der


Träume. Doch keine Sorge: Die Liste der schlaffördernden Kräuter und Gewürze ist länger, als mancher vielleicht denkt. Kamillentee ist bekannt für seine beruhigenden Wirkungen und kann beim Entspannen vor dem Zubettgehen helfen. Ebenso beruhigend wirken Nelken und Baldrian, die auch als Tee getrunken oder als Dragees eingenommen werden können. Auch das Edel-Gewürz Safran kann beruhigend wirken und wird gelegentlich zur Unterstützung eines besseren Schlafs verwendet. Ingwer verfügt neben seiner beruhigenden Wirkkraft auch über das Potenzial, Verdauungsbeschwerden zu mindern, die den Schlaf stören könnten.

Zimt – Umarmungen aus der Kindheit Zimt hingegen kann dazu beitragen, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Sein Geschmack aktiviert unser Wohlfühlhormon Serotonin und lässt uns besser einschlafen. Er enthält ätherische Öle, insbesondere Zimtaldehyd, die beruhigend auf das Nervensystem wirken. Außerdem hilft Zimt, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren – ein oft unterschätzter Faktor für guten Schlaf. Schwankungen im Blutzucker führen nachts zu Adrenalinausschüttungen, die uns unruhig werden lassen. Wer also abends eine Tasse warme Milch mit einer Prise Zimt trinkt, tut seinem Körper gleich doppelt Gutes: Der Zuckerstoffwechsel bleibt ruhig, und der Duft des Zimts wirkt wie eine Umarmung aus der Kindheit.

wird Muskat als Einschlafhilfe beschrieben: Eine Messerspitze Muskatnusspulver, in warmer Milch verrührt, soll sanft den Schlaf fördern. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: In größeren Mengen (mehr als ein halber Teelöffel) kann das Gewürz Muskat berauschend wirken und sogar giftig sein. Die Devise lautet also: Weniger ist mehr. Ein Hauch reicht völlig, um die milde, nussige Wärme zu spüren und den Körper auf die Nacht vorzubereiten.

Kardamom und Safran – Düfte für süße Träume Kardamom, mit seinem süßlich-frischen Aroma, gilt in vielen Kulturen als Gewürz der Harmonie. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er eingesetzt, um den „Qi-Fluss“ zu beruhigen und Spannungen im Magen zu lösen – denn ein entspannter Bauch ist oft der Schlüssel zu einem ruhigen Geist. Ein Tee aus Kardamomsamen, etwas Honig und warmer Milch kann abends Wunder wirken. Studien zeigen, dass die ätherischen Öle des Kardamoms leicht spasmolytisch (krampflösend) wirken und die Verdauung fördern – was besonders hilfreich ist, wenn schweres Essen den Schlaf stört.

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Herausgeber: GARANT Marketing GmbH Hauptstraße 143 D-33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon +49 (0) 5242 409-0 info@garant-gruppe.de www.garant-gruppe.de Geschäftsführer: Jens Hölper, Meinolf Buschmann, Hendrik Schütte Ansprechpartner: Stefan Wieselhuber GARANT Marketing GmbH info@garant-gruppe.de Konzeption: Gabriele Schöning Redaktion: Mareike Adomat Nina Herms Jörg Hohenadl Rüdiger Oberschür

Muskatnuss – altes Hausmittel mit Vorsicht genießen

Redaktionsbeirat: Chris Brentrup Lars Ginap Thomas Ochmann Jörg Raderscheid

Ein Hauch Muskatnuss im Kartoffelbrei – das kennt jeder. Doch in kleinen Mengen kann Muskat auch schlaffördernd wirken. Die Ursache liegt im Wirkstoff Myristicin, der leicht beruhigend und angstlösend ist. Schon in alten indischen Texten

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Gesundheit & Wohlbefinden

Goldene Ruhe – Kurkuma als Einschlafhilfe Kurkuma, das leuchtend gelbe Pulver aus der Wurzel der Curcuma longa, ist in den letzten Jahren zum Superstar der Gewürzwelt geworden. Vor allem in der sogenannten „Goldenen Milch“ hat es seinen Platz gefunden – einem warmen, milchigen Getränk mit Kurkuma, Pfeffer, Zimt und Honig. In der ayurvedischen Lehre gilt Kurkuma als reinigend und ausgleichend. Wissenschaftlich betrach-

Gewürze wie Kurkuma, Zimt, Muskatnuss oder Kardamom sind kleine Helfer für die große Kunst des Einschlafens. Sie verbinden Geschmack, Geruch und Symbolik – und sprechen Körper wie Seele an. Wer abends bewusst isst oder trinkt, findet oft leichter zur Ruhe. Nicht, weil die Natur Magie betreibt, sondern weil sie uns daran erinnert, langsamer zu werden.

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Und dann ist da noch Safran – das teuerste Gewürz der Welt. In Persien gilt ein warmer Safranmilchtrunk seit Jahrhunderten als Elixier für gute Laune und ruhigen Schlaf. Moderne Forschungen belegen: Safran kann die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin positiv beeinflussen und depressive Verstimmungen mildern.

tet liegt das an dem Wirkstoff Curcumin, der antioxidativ und entzündungshemmend wirkt. Studien zeigen, dass Curcumin den Serotoninspiegel im Gehirn beeinflussen kann – und Serotonin ist bekanntlich der „Glücksbote“, aus dem nachts das Schlafhormon Melatonin gebildet wird. Tatsächlich ist nicht nur die chemische Wirkung entscheidend, sondern auch der psychologische Effekt: Ein regelmäßiges, wohltuendes Abendritual signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Runterfahren ist.

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Gesundheit & Wohlbefinden

Trotz Erkältung richtig durchschlafen? Kein Problem, wenn man tagsüber das Immunsystem stärkt Bei einer Erkältung ist die Nacht oft schlimmer als der Tag. Warum, ist leicht zu verstehen: Das Atmen fällt aufgrund von gereizten Bronchien und verstopfter Nase im Liegen besonders schwer. Dazu kommen Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Das Infektionsgeschehen und die damit verbundene Krankheitsabwehr unseres Körpers nehmen einfach keine Rücksicht auf die Uhrzeit und halten uns zusätzlich wach. Deshalb sollte man schon tagsüber ©M r De sign dem Körper helfen, Sto re_ shu tter die Erkältung zu bestoc k.co m kämpfen. Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend. Das kann Kräuter- oder Früchtetee, aber auch einfach stilles Wasser sein. Ausreichend Flüssigkeit kann die Abwehrkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen.

Schlafzimmer kühl, feucht und dunkel halten Abends sollten Sie jedoch nicht mehr so viel trinken, um durchgehend schlafen zu können und nicht wach zu werden, weil Sie auf die Toilette müssen. Ihr Schlafzimmer sollten Sie ruhig, dunkel und kühl halten. Eine ideale Temperatur für das Schlafzimmer liegt zwischen 16 und 19 Grad. Studien haben gezeigt, dass wir bei diesen Temperaturen am erholsamsten und ruhigsten schlafen. Setzen Sie außerdem einen Luftbefeuchter im Schlafzimmer ein. Die Feuchtigkeit in der Luft beruhigt die Atemwege. Achten Sie aber darauf, dass die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer nicht über 60 Prozent steigt, und lüften Sie den Raum regelmäßig und gründlich.

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Besser Luft bekommen – durch Bäder, Nasenspray und Extra-Kissen

Mit einem Erkältungsbad – am besten mit einem entsprechenden Badezusatz – und abschwellendem Nasenspray können Sie gezielt Ihren oberen Atemwegen helfen. Beides macht die Nase frei und sorgt damit für leichteres Einschlafen. Eine erhöhte Schlafposition kann außerdem bewirken, dass Schleim besser abfließt und man besser durchatmen kann. Wenn Sie kein verstellbares Bett haben, nutzen Sie zwei Kissen, um den Oberkörper höher zu lagern. Wenn Ihre Erkältung schwerwiegend ist, anhält oder von anderen Symptomen begleitet wird, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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DER MENSCH IM MITTELPUNKT

HERZENS.LUST

AUSGABE 26/27


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